Brad Pitt & Co. - Interviews in Cannes gegen Cash

Das kosten die Stars

Brav beantworten die Stars auf den roten Teppichen in Cannes die Fragen der Reporter. Doch ein paar Augenblicke mit Brad Pitt und Co. sind nicht ganz billig. 

Derzeit ist halb Hollywood auf dem Roten Teppich in Cannes anzutreffen. Man sollte denken, die Gelegenheit für Reporter möglichst viele Stars für ein kleines Schwätzchen vors Mikrofon zu locken.

So leicht, wie es klingt, ist es aber scheinbar doch nicht. Denn für ein paar kurze Fragen an so manche Berühmtheit muss man als Journalist in Südfrankreich ein wahres Vermögen auf den Tisch legen.

Grund dafür ist eine neue Regelung des kanadischen Filmverleihs "Alliance". Denn anlässlich der Filmfestspiele in Cannes entschied sich die Produktionsfirma, die mit Brad Pitt und Kristen Stewart und den Filmen "Killing them Softly" und "On the Road" vertreten wird, prompt Geld für die Interviews mit ihren Stars zu verlangen.

Eine Preisliste mit den Kosten für die unterschiedlichen Star-Tarife ließ "Alliance Films" den Filmjournalisten im Vorfeld zukommen.

Doch von welchen Summen ist dabei die Rede? Brad soll 15 Dollar die Minute kosten. Klingt nach einem Schnäppchen, aber ein TV-Interview mit ihm erfordert eine Pauschale von ungefähr 3000 Dollar. Seine jüngere Kollegin Kristen ist da schon günstiger zu haben. Ein "Roundtable" mit mehreren Journalisten kostet 950 Dollar, für ein Einzelinterview muss man circa 1200 Dollar auf den Tisch blättern.

Die Presse ist entsetzt über diese Art der Geldmacherei. Die Begründung der in der Kritik geratenen Filmverleihfirma klingt da auch nicht viel überzeugender.

Die betonten nämlich, dass das Geld nicht etwa in die Firma geflossen, sondern für die Auslagen der Stars verwendet worden wäre. „Diese Stars reisen im Privatjet mit ihren Agenten, Make-Up-Artists und Hairstylisten. Das muss ja jemand bezahlen.“

Ob das aber die Presse sein sollte, bleibt zu bezweifeln!