Sarah Kuttner nach 'Negerpuppen'-Eklat Ich bin kein Rassist

Stellungnahme auf Facebook

Mit ihren Äußerungen über eine "Negerpuppe" handelte sich Autorin Sarah Kuttner auf ihrer Hamburger Lesung eine Anzeige wegen Beleidigung ein. Jetzt nimmt sie auf Facebook Stellung zum Rassismus-Vorwurf.

Sarah Kuttner, 33, ist dafür bekannt, öfter mal eine dicke Lippe zu riskieren. Nachdem sie sich aber bei einer Lesung über eine "Negerpuppe" und deren „ekelerregende Schlauchbootlippen“ ausgelassen hatte, fing sich die Autorin und Moderatorin am vergangenen Freitagabend, 18.5., eine Anzeige wegen Beleidigung ein.

Kurz darauf meldete sich ihr Ex-Kollege Mola Adebisi, 39, zu Wort - und auch von dem bekam Kuttner mächtig einen auf den Deckel. 

„Sarah ist Rassistin, das habe ich selbst zu spüren bekommen“, sagte er der "Hamburger Morgenpost". 

Und ergänzte: „Sie wird sich nicht äußern, weil sie die Situation nicht reflektieren kann. Ihr fehlt die emotionale Intelligenz, sie ist minderbemittelt.“

Adebisi und Kuttner hatten vor einigen Jahren gemeinsam beim Musiksender Viva moderiert. „Sie hat häufiger rassistische Witze bei ,Viva‘ gemacht und ist damit durchgekommen. Sie hat auch über mich hergezogen. Als ich und Milka Loff Fernandes in einer Sendung von den Zuschauern zu den beliebtesten Viva-Moderatoren gewählt wurden, sagte sie nur: ,Das kann nicht euer Ernst sein‘ und warf die Karte mit unseren Namen in den Müll.“

Ganz schön harter Tobak!

Doch Mola holte noch weiter aus - so tief scheint die Abscheu Kuttner gegenüber zu sitzen. Er sagte weiter im "MOPO"-Interview:

"Auch ich habe als Kind ,Negerkuss‘ gesagt. Doch die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt und es gibt einen Grund, warum er heute ,Schokokuss‘ genant wird. Sarah Kuttner ist in der Entwicklung stehen geblieben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mal Juden-Witze machen würde, dann wäre ihre Karriere nämlich beendet! Aber Türken und Afro-Deutsche leisten nicht den Widerstand. Juden lassen sich keine Beleidigung gefallen.“

Nun hat sich - nach fast einer Woche - auch Kuttner selbst zu Wort gemeldet. Via Facebook schrieb sie: "Ich bin kein Rassist. Ich habe mich auf keiner meiner Lesungen rassistisch geäußert - ganz im Gegenteil: Ich habe mich über rassistisches Spielzeug echauffiert."

Zudem kritisierte die 33-Jährige, dass ihr keine Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben wurde. Das allerdings streitet die "MOPO"-Redaktion ab: Man habe sie mehrfach darum gebeten, ihre Sicht der Dinge darzustellen - ihr Management habe aber jede Stellungnahme abgelehnt. 

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