Roman Lob holt beim ESC den achten Platz

Schwedin Loreen gewinnt das Musikspektakel

Der ESC 2012 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku war ein voller Erfolg. Wie vorher bereits erwartet, gewann die Schwedin Loreen mit ihrer Trance-Nummer den Songcontest, unser überall als "gutaussehend" bezeichneter Roman Lob holte einen zufriedenstellenden achten Platz. Abgesehend davon überraschten die Ergebnisse so manch einen Buchhalter und Anke Engelke ist der eigentliche Star des Abends.

Der Eurovision Song Contest (ESC) war wohl auch dieses Jahr die größte und schrillste Party der Welt.  Die Schwedin Loreen setzte  sich mit ihrem Dance/Trance-Hit "Euphoria" unter anderem gegen die Armee russischer Omis und eine starke Ballade aus Serbien durch und verließ den 57. Songcontest als euphorische Siegerin mit beeindruckenden 372 Punkten.

"Unser Star für Baku", Roman Lob, war anfangs zunächst weit hinten, doch nach und nach bekam er aus mehreren Ländern ausreichend Punkte, um einen sehr zufriedenstellenden achten Platz zu belegen. Damit hat Roman sein Ziel, unter die Top 10 zu kommen erreicht! Besonders bei den Frauen kam der knopfäugige "Standing Still"- Sänger gut an und wurde von sämtlichen Ländern als "gutaussehend" bezeichnet, was in 110 Punkten resultierte.

Die pompöse Show wurde weltweit von etwa 120 Millionen gesehen und hielt einige Überraschungen bereit. Serbiens melodischen Beitrag "Nije Ljubav Stvar" von Zeljko Joksimovic beispielsweise hatte kein Buchhalter auf dem dritten Platz erwartet und auch Albaniens stimmgewaltige Sängerin Rona Nishliu kämpfte sich als Underdog auf den fünften Platz.

Wie eigentlich jedes Jahr war Großbritannien auf den hinteren Rängen anzutreffen. Der umstrittene Engelbert Humperdinck wurde Vorletzter und nur Norwegen konnte ihn mit weniger Punkten untertrumpfen.

Zwischen dem ganzen Glitzer dachte niemand mehr an die Proteste vom Vortag. Nur Anke Engelke, die live von der feiernden Reeperbahn in Hamburg die Punkte verlas, erinnerte daran und wurde damit zum eigentlichen Star des Abends.

In Aserbaidschan herrscht ein autoritäres Regime und grundlegende Menschenrechte wie das allgmeine Wahlrecht werden unterdrückt. Engelke nutzte ihre 100 Sekunden vor dem Millionenpublikum sinnvoll und erlaubte sich einen Seitenhieb, als sie auf Englisch sagte:

"Es ist gut, abstimmen zu können und gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf deinem weiteren Weg, Aserbaidschan. Europa wird dich dabei beobachten." Den Moderatorinnen in Baku blieb nichts anderes übrig, als dies wegzulächeln.

Der ESC 2013 wird in der schwedischen Hauptstadt Stockholm stattfinden. Als Termin wurde bereits der 18. Mai 2013 gesetzt. Wir freuen uns schon!

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