Mehmet Scholl verteidigt Kritik an Mario Gomez

Gomez hingegen zeigt sich gelassen

Mehmet Scholl steht zu dem, was er gesagt hat. Auch in Bezug auf seine Aussage über Mario Gomez. Der ARD-Experte verteidigt seine Kritik an dem Nationalkicker.

Er hatte für Aufsehen gesorgt, als er Nationalspieler Mario Gomez, 26, öffentlich kritisierte. Mehmet Scholl, 41, der anlässlich der EM als ARD-TV-Experte tätig ist, wetterte beim Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft am vergangenen Samstag gegen den Stürmer, dass er nur wenig von seinem Können gezeigt habe.

"Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wund liegt und mal gewendet werden muss", motzte er.

Die herbe Kritik an dem Spieler, der im Laufe des Spiels das einzige Tor gegen die Protugiesen erzielte und seiner Mannschaft somit zum Sieg verhalf, wurde kontrovers diskutiert.

Aber Scholl bleibt bei seiner Meinung. Zur Beginn der Übertragung des EM-Knallers Polen - Russland hakt ARD-Moderator Gerhard Delling noch einmal beim Ex-Profi nach.

Scholl vor Millionen Fans live im TV: „Der Dekubitus-Spruch ('Dekubitus' bedeutet Geschwür durch Liegen) ist grenzwertig. Was steht, ist die inhaltliche Kritik.“

Gomez wiederum reagierte einen Tag nach dem Spiel auf einer Pressekonferenz. Die Kritik an seinem Spiel hat den 26-Jährigen scheinbar kalt gelassen: „Ich bin in den letzten fünf, sechs Jahren bester deutscher Stürmer gewesen und habe nach Messi die meisten Tore in der Champions League geschossen. Ich möchte einen Grund wissen, warum ich mich ändern sollte. Es gibt keinen Grund!“

Und damit hat der National-Kicker wohl auch recht. Für das öffentliche Staement von Gomez gab es von Scholl sogar Lob: "Er hat sich auf der Pressekonferenz sehr souverän verhalten.“

Beim heutigen Kracher gegen Holland, 13. Juni, 20.45 Uhr, wird er wohl keine neue Kritik zu befürchten haben. Das Spiel wird vom ZDF übertragen.