EM-Star Mesut Özil wehrt sich gegen Twitter-Hetze

Strafanzeige gegen Unbekannt

„Özil ist garantiert kein Deutscher!“, hatte nach dem Dänemark-Spiel ein Unbekannter via Twitter verbreitet. Jetzt wehrt sich Nationalspieler Mesut Özil gegen die rassistische Online-Hetze: Sein Management erstattete Anzeige.

Unter dem Deckmantel der Piratenpartei schrieb der Nutzer weiter: "Ein Stück Papier ändert nicht die Abstammung.“ Pikant: Diese und weitere Postings wurden von einem Profil verfasst, das sich "@PiratenOnline" nannte.

Özil, der als Sohn türkischstämmiger Eltern in Gelsenkirchen geboren wurde, setzte sich umgehend zur Wehr: Sascha Beumer von der Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Beumer und Tappert erstattete nach Rücksprache mit Özils Vater Mustafa - der ebenfalls die deutsche Staatsbürgerschaft hat - Strafanzeige gegen Unbekannt.

„Nach unserer Auffassung darf man so etwas nicht einfach stehen lassen. Wir wollen, dass der oder die Täter ermittelt werden. Schließlich soll so etwas nicht zur Nachahmung anregen“, heißt es dazu im "Berliner Kurier".

Inzwischen hat sich herausgestellt: Obwohl die falsche Piraten-Profilseite täuschend echt wirkte, hat sie mit der wirklichen Partei nichts zu tun.

Und was sagen die "echten" Piraten zu dem Missbrauch ihres Namens? Bundesvorstandsmitglied Julia Schramm reagierte prompt - und bezeichnete die Twitter-Nachricht als „rassistische Kackscheiße“.

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