Prinz Friso hat kaum noch Überlebenschancen

Die Ärzte geben die Hoffnung langsam auf

Es war wohl das schlimmste Ereignis des niederländischen Königshauses: Prinz Friso, 43, hatte einen schweren Ski-Unfall und liegt seit knapp sechs Monaten im Wachkoma. Und die Genesung rückt immer weiter in der Ferne...

Das alles ist besonders für Frisos Frau Mabel, 44, und die beiden Töchter Luana, 7, und Zaria, 6, schlimm. Die drei sind schon so lange um den Ehemann und Vater besorgt und trotzdem war immer ein letzter Funke Hoffnung da, dass Friso doch noch aufwachen könnte.

Mabel besucht ihren Mann jeden Tag in der Londoner Klinik. Letzte Woche war ihr Geburtstag - der wohl einsamste in ihren Leben. Kaum zu glauben, wie viel Schmerz ein Mensch aushalten muss.

Und jetzt auch noch das: Die Ärzte geben langsam die Hoffnung auf. Frisos Zustand ist unverändert und er hat große Hirnschäden davongetragen.

"Sechs Monate sind eine kritische Grenze", sagt der medizinische Ethiker Erwin Kompanje. "Bis dahin hofft man noch auf eine Besserung." Und nach sechs Monaten werden, zumindest in Holland, meistens die Maschinen abgestellt, weil dies von den Medizinern so erwogen wird.

Allerdings liegt Friso in einer Londoner Klinik und hier könnte der Fall nochmal anders sein. Doch: "Die königliche Familie wird vor schweren Entscheidungen stehen," sagt Kompanje.

Sie schweigen sich aus, was völlig verständlich in dieser Situation ist. Ein Detail spricht aber für die Resignation der Familie: Frisos Biografie auf der königlichen Website wurde angepasst.

"Prinz Friso wurde am 17. Februar Opfer eine Lawine im Skigebiet von Lech, Österreich," steht da jetzt.