Suri unter Stress

Mama, ich will nach Hause

Suri Cruise steht unter Stress! Das Jetset-Leben zwischen New York und Los Angeles hinterlässt deutlich Spuren bei der Tochter von Tom Cruise und Katie Holmes.

Mit großen, runden Kulleraugen blickt das kleine Mädchen in die Welt – aber nichts kann es zum Lächeln bringen. Suri Cruise, die niedliche Tochter von Tom Cruise, 46, und Katie Holmes, 29, tapst mit ernster ­Miene neben ihrer Mutter durch New York. Wenn in ihrer Nähe Kameras klicken, zuckt sie erschrocken zusammen. Ein Drama. Im April ist Suri zwei Jahre alt geworden. Eigentlich sollte sie ausgelassen spielen, toben, lachen und vor allem eins sein: ein Kind. Doch die neue Lebenssituation ihrer ­berühmten Eltern scheint das kleine Mädchen zusehends mitzunehmen und zu belasten.

Katie Holmes mag die neue Freiheit, die sie sich mit ihrem Broadway-Engagement und dem Umzug nach New York so hart erkämpft hat, in vollen Zügen genießen (OK! berichtete). Doch je lässiger und glücklicher sie selbst wird, desto mehr zieht sich ihre Kleine zurück. Offenbar ist Suri überfordert von dem hektischen und unsteten Lebenswandel, den sie führen muss, seit Katie mit den Proben für das Stück „Alle ­meine Söhne“ begonnen hat.

Natürlich will die Schauspielerin jede freie Sekunde mit ihrer Tochter verbringen – doch das ist dann meist in den späten Abendstunden. Wenn andere Kleinkinder längst schlummern und in Träumen ihre Erlebnisse verarbeiten, besucht Suri mit ihrer Mama Broadway-Stücke wie „Die kleine Meerjungfrau“ oder „Mary Poppins“, die erst gegen 22.30 Uhr enden. Der reinste Stress für eine Zweijährige. Doch dazu kommen noch die Paparazzi-Scharen, die Katie quer durch die Stadt folgen. Mit Rufen wie „Katie – ein Lächeln für uns“, übertönen sich die Fotografen gegenseitig, während das Blitzlichtgewitter über Mutter und Tochter hereinbricht.

Schockierende Momente für ein kleines Mädchen: Suri ist ohnehin schon übermüdet und kommt durch die konstante Reizüberflutung und den Lärmpegel gar nicht mehr zur Ruhe. Immer häufiger verzieht sie ihr hübsches Gesicht vor Panik, reißt die kleinen Händchen vor die Augen, um sich vor dem grellen Licht zu schützen, oder versteckt sich in den Armen ihrer Mutter.

Dass dieser Lebenswandel für Klein­kinder sogar gefährlich sein kann, bestätigt auch der Kinderpsychologe Michael Thiel gegenüber OK!: „Eine Reizüberflutung löst Angst aus. Das kann zu psychischen Problemen führen“, erklärt er. „Zweijährige brauchen einen geregelten Tagesrhythmus und ­feste Schlafenszeiten.“

Die fehlen Suri Cruise jedoch in New York. Shopping-Bummel mit Mama auf der Fifth Avenue, Ausflüge zum riesigen, lauten Indoor-Spielplatz an den Chelsea Piers und nächtliche Restaurantbesuche mit ihren Eltern, wie neulich zusammen mit Ben Stiller und dessen Ehefrau Christine im „Nobu“, führen dazu, dass die Kleine unter Stress steht. Und diesen gar nicht wirklich abbauen kann, weil sie außerdem regel­mäßig zwischen New York und Los Angeles pendelt. Bei wichtigen Events wie der Pre­miere von Toms Film „Tropic Thunder“ jettet Katie Holmes mit dem Privatflugzeug auch mal nur für eine Nacht zu ihrem Mann.

Auch ihre Babyflasche, die sie mit sich herumschleppt, zeigt, dass sie sich in der neuen Umgebung noch nicht eingefunden hat. Dass ein Kind mit zwei Jahren noch seine Flasche verlangt, ist für den Psychologen nichts Ungewöhnliches: „Kleinkinder schleppen alles Mögliche mit sich herum. Schmusedecken, Teddybären oder eben die Trinkflasche. Das vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit.“ Die kleine Suri hat auf dem Spielplatz alles dabei: Ihre weiche Schmusedecke, einen Stoffhasen und Milch im Fläschchen. Offenbar ist ihre Sehnsucht nach Geborgenheit gerade besonders groß.  

Bleibt zu hoffen, dass Suri Cruise wieder lachen kann, sobald Katie und Tom eine Wohnung in New York gefunden haben. Momentan sucht das Paar unter Hochdruck eine Bleibe an der Ostküste, damit die Familie zusammen sein kann, wenn Katie am Broadway auftritt. Endlich ein geregelter Tagesablauf – für Suri wäre es eine Erleichterung.

Kathrin Kellermann