Applegate ist eine Kämpferin

Power-Frau macht Mut

Christina Applegate ist eine Kämpferin! Nach der Krebsdiagnose ließ sich die Schauspielerin beide Brüste amputieren. Jetzt macht die Power-Frau anderen Betroffenen neuen Mut, durch ihre Offenheit.

Nach der schockierenden Diagnose Brustkrebs gab es für sie nur eins: „Erst habe ich vor Wut geschrien und geheult. Dann habe ich überlegt, wie ich überlebe“, erzählt Christina Applegate, 36.

Die Schauspielerin, die durch „Eine schrecklich nette Familie“ weltberühmt wurde, spricht offen über die drastische Lösung, mit der sie den tödlichen Krebs bekämpfte: Christina hat sich beide Brüste abnehmen lassen. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn sie hat die Veranlagung, an Brustkrebs zu erkranken, von ihrer Mutter Nancy Priddy geerbt, die jahrelang gegen die Krankheit ankämpfte.

Erfolgreich zwar, aber: „Ich wollte nicht wie sie alle vier Monate zur Untersuchung rennen und jedes Mal Angst haben“, gesteht Christina, die dankbar sagen kann: „Ich bin jetzt hundertprozentig krebsfrei!“

Welche Auswirkungen dieser Sieg gegen den Krebs auf ihre Seele haben wird, kann Christina Applegate selbst noch nicht abschätzen. In den nächsten Monaten kommen diverse Operationen auf sie zu, um die Brüste zu rekonstruieren.

Die Schauspielerin versucht ihre Sorgen mit Humor zu überspielen: „Ich werde mit 90 noch einen straffen Busen haben und dafür im Altersheim beneidet.“ Auch verstecken will sie sich nach dem aufwühlenden Geständnis nicht: Anfang September tritt sie neben Jennifer Aniston bei einer Charity-Gala im amerikanischen Fernsehen auf, dann dreht sie weitere Folgen ihrer Emmy-nominierten Sitcom „Samantha Who?“ (ab 3. September auf ProSieben).

Außerdem ist noch ein Kinofilm in Planung. Der Titel könnte Christinas Mantra sein: „Everything Is Going to Be Just Fine“ – „Alles wird gut“.

Kathrin Kellermann