Kidman am Ende

Alles wächst ihr über den Kopf

Nicole Kidman ist am Ende ihrer Kraft. Die Schauspielerin ist total überfordert, statt überglücklich: Die Doppelbelastung als berufstätige Mutter wächst ihr über den Kopf!

So hat sie sich die Mutterrolle nicht vorgestellt: Statt im Babyglück ist Nicole Kidman im Stress – und der ist ihr auch anzusehen. Am Set ihres neuen Films „Australia“ wirkte sie so ausgemergelt und kraftlos, dass Freunde jetzt Alarm schlagen. Sie befürchten: „Nicole steht kurz vorm Zusammenbruch!“ Ihre Schwester Antonia hält das für „reine Panikmache“ – dabei müsste sie es besser wissen. Bei ihrem letzten Treffen in Sydney Mitte August brach Nicole heulend zusammen.

Die Nerven der Schauspielerin liegen blank. Kein Wunder, dass sie überfordert ist: Nicole steckt in den Vorbereitungen für zwei neue Kinoproduk­tionen (die Musicalverfilmung „Nine“ und das Drama „Need“), kümmert sich rund um die Uhr um Tochter Sunday, 2 Monate, und absolviert dabei noch ein hartes Fitnessprogramm. Die 41-Jährige quält sich durch drei Stunden Tanztraining, Yoga und Pilates – täglich! Nötig hat sie das nicht. Nicole wiegt schon jetzt weniger als vor ihrer Schwangerschaft: 52 Kilo bei einer Größe von 1,80 Meter – das halten selbst Ärzte für besorgniserregend.

Warum gönnt sich die Australierin keine Pause, jetzt, wo ihr sehnlicher Wunsch nach einem Baby Wirklichkeit geworden ist? Geld kann nicht der Grund sein. Nicole hat ein geschätztes Vermögen von 60 Millionen Euro, belegt Platz 19 auf der Liste der reichsten Hollywood-Stars. Trotzdem stürzt sie sich nach der Geburt ihrer Tochter gleich wieder ins Arbeitsleben. Offensichtlich jagt ihr der Gedanke an eine Auszeit Angst ein. Denn bislang fand Nicole Selbstbestätigung nur durch berufliche und sportliche Höchstleistungen. Das Mutterschaft ebenso befriedigend sein kann, muss sie erst noch lernen.

„Nicole gibt immer 100 Prozent“, sagen Kollegen über die Schauspielerin. „Sie macht keine halben Sachen.“ Dabei scheint sie zu vergessen, dass nur der funktionieren kann, der seine Akkus auch mal auflädt. Und dass sie mit ihrem krankhaften Ehrgeiz nicht nur sich schadet, sondern auch ihrem Kind. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Kleine anfängt, unter dem Stress ihrer Mutter zu leiden …

Maren Gäbel