Xavier Naidoo und Kool Savas von Linksjugend angezeigt

Dem Duo 'Xavas' wird Volksverhetzung und Menschenfeindlichkeit vorgeworfen

Xavier Naidoo, 40, und Kool Savas, 37, enterten gerade mit ihrem gemeinsamen Album "Gespaltene Persönlichkeit" Platz 1 der deutschen Albumcharts. Doch nun hat sich das Duo "Xavas" mit dem Song "Wo sind" Ärger mit Linkspolitikern eingehandelt.

Am Montag erstattete die Organisation "Linksjugend solid", eine unabhängige Jugendorganisation der Linkspartei, Anzeige gegen die beiden Musiker. Den Eingang bestätigte die Berliner Staatsanwaltschaft der "B.Z.".

Im Mittelpunkt des Ärgers steht der Text im sogenannten „Hidden Track“ (versteckter Titel). Ganz am Ende des Albums folgt nach einer längeren Pause der Song, mit dem sich jetzt die Staatsanwaltschaften Berlin, Mannheim und Hannover auseinandersetzen müssen.

In dem Song heißt es unter anderem:

"Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann f*** ich euch in den A***, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine M*se, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?“

Harter Tobak. 

Die Bundesprecherin der Linksjungend, Josie Michalke, erklärte in einer Pressemitteilung: "Dieser Song transportiert Menschenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Homophobie. Hier werden auf haarsträubende Art und Weise satanistische Rituale mit Kindesmissbrauch mit Pädophilie mit Homosexualität gleichgesetzt. Das ist eine Frechheit.“

Zusätzlich fordert die Organisation, dass die Musiker sich von den Lied distanzieren und es vom Album entfernen sollen.

Frank Laubenburg, Landessprecher der LAG queer. NRW, geht sogar noch einen Schritt weiter, fordert die Verantwortlichen der Castingshow „The Voice of Germany“ laut "Bild Online" auf, die Zusammenarbeit mit Naidoo zu beenden: „Es geht nicht an, dass Sat.1 und Pro Sieben einem christlich-homophoben Gewaltverherrlicher mit Führerkomplex Raum in ihren Sendungen geben.“

Xavier Naidoo dagegen verteidigt den Song. Dem Radiosender FFN sagte er: „Da geht es um furchtbare Ritualmorde an Kindern, die tatsächlich ganz viel in Europa passieren, über die aber nie jemand spricht, nie jemand berichtet.“