Sylvester Stallone empfand 'Beckmann'-Show als 'Horror'

Der Moderator stellte ihm nicht die richtigen Fragen...

Scheint so, als ob sich der Trend "German-TV Bashing" so langsam unter den Hollywoodgrößen durchsetzt. Erst Tom Hanks gegen "Wetten, dass…?" und nun wettert auch noch Sylvester Stallone gegen eine weitere deutsche Fernsehsendung. Der 66-Jährige empfand Reinhold Beckmanns Format als "Horror".

Am Donnerstag, 15.11., hatte der Superstar einen Termin im Hamburger Studio von Beckmann, um das Hamburger Musical "Rocky" zu promoten. Der spätere "Rocky"-Pressetermin entpuppte sich als Ventil für Stallones angefressene Laune, denn in der Sendung lief etwas offensichtlich schief. Die fragende Reportermeute bekommt nur eines zu hören, nämlich wie doof der Sylvester den Beckmann findet: 

"Es war Horror! Die schlimmste halbe Stunde meines Lebens. Oh, my God! Wie werdet ihr dafür bezahlt? Schaut ihr euch so etwas freiwillig an?"

Das eigentliche Problem, dass der Schauspieler mit der Sendung hatte wurde zunehmend klarer. Beckmann hatte ihn nach der Stimmung in den USA nach der Wahl befragt, dabei wollte der ehemalige "Rocky"-Darsteller nur über das Musical sprechen.

Gegenüber der "Hamburger Morgenpost" äußerte sich Beckmann routiniert: "Sylvester ist ein großartiger Gast und wunderbarerweise ganz anders als in seinen ,Rambo’-Filmen: Als Gesprächspartner besitzt er nämlich ausgesprochen viel Sinn für Ironie. Er darf gerne wiederkommen – und dann reden wir nur über Politik …" 

Schließlich konnte Stallone seinem Redebedarf über das Musical freien Lauf lassen, denn auf der Pressekonferenz hörte ihm jeder zu: "Diese Stadt (Hamburg) ist kulturell interessant und sie ist tough. Es gibt hier viele interessante Typen. Würde ich hier länger leben, könnte ich locker noch einen 'Rocky'-Teil schreiben."