Warum hilft ihr niemand?

Suizidversuch und Familienchaos

Warum hilft niemand Amy Winehouse? Sie droht mit Selbstmord, doch ihr Vater und ihr Mann haben nur Augen für ihren eigenen Kampf. Dabei hat die Sängerin doch schon einen Suizidversuch hinter sich.

Es ist ein Albtraum für alle, die Amy Winehouse kennen und lieben. Doch am schlimmsten ist es für die 25-Jährige selbst, die sich nach zahllosen Drogenabstürzen anscheinend kaum noch vor dem Abgrund retten kann – und will. Als sich ihre Freunde alarmiert an die Öffentlich­keit wandten, war das Undenkbare fast passiert. „Amy hat Todessehnsucht. Ihre Gefühle sind völlig durcheinander“, berichtet ein enger Vertrauter von Amy erschüttert. In letzter Minute will er der völlig aufgelösten Sängerin ein Messer entrissen haben, das sie auf sich selbst gerichtet hatte. Seitdem hält er mit den anderen Freunden in Amys Londoner Wohnung 24 Stunden Wache, damit sie sich nichts antut.

Auch der einzige Lichtblick in Amys Leben ist keine Hilfe. Ihr sehnsüchtig erwarteter Ehemann Blake Fielder-Civil, 26, dessen frühzeitige Entlassung aus dem Gefängnis beschlossene Sache ist, schreibt Amys zutiefst besorgten Vater Mitch Hassbriefe. Darin gibt er ihm die Schuld an der Drogensucht seiner Tochter.
Amys Sprecher betreibt hingegen Schadensbegrenzung, sagt: „Amy geht es gut!“ Die aktuellen Fotos der Sängerin sprechen dagegen eine deutlichere Sprache.

Wer ist wirklich schuld?
Amys Ehemann Blake verfasste einen sechs Seiten langen Brief an seinen Schwieger­vater Mitch, in dem er ihn beschimpfte und bedrohte. Das Schriftstück liegt jetzt der Polizei vor.

Anna-Julia Meyer