Gérard Depardieu ist kein Franzose mehr

Der Schauspieler zog nach Belgien, um keine Steuern mehr zu zahlen

Gérard Depardieu, 63, zog kürzlich aus finanziellen Gründen ins belgische Nechin. Nun möchte der Schauspieler nach seiner Steuerflucht auch kein Franzose mehr sein - und gab jetzt seinen Pass ab.

Der Umzug brachte dem "Asterix"-Darsteller jedoch Kritik vom französischen Premierminister ein. Dieser nannte ihn in einem TV-Interview “unpatriotisch” und “ziemlich erbärmlich” – was Depardieu nicht auf sich sitzen ließ.

In einem offenen Brief an den französischen Regierungschef erklärte der 63-Jährige, dass er in 45 Jahren bereitwillig 145 Millionen Euro an sein Vaterland gezahlt hat. Mit der zunehmenden Vermögenssteuer fühlt sich Depardieu jedoch für sein Talent und seinen Erfolg bestraft.

“Ich verlange keine Zustimmung, aber zumindest Respekt”, so der Hollywood-Star in dem Schreiben, das von der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" veröffentlicht wurde.

“Hiermit gebe ich Ihnen meinen Pass und meine Sozialversicherungsnummer, die ich nie benutzt habe, zurück. Wir haben nicht länger dasselbe Heimatland. Ich bin ein echter Europäer, ein Weltbürger, so wie es mir mein Vater stets eingeimpft hat.”