Gwen Stefani: Trügerische Harmonie

Mit dem 2. Kind kam die Krise

Gwen Stefani versucht ihren Stress wegzulächeln, aber mit ihrem zweiten Kind kam die Krise. Auch acht Wochen nach der Geburt gibt es noch kein offizielles Foto von Zuma Nesta Rock.

Müde, unglücklich, überfordert – seit der Geburt ihres zweiten Babys erkennt sich Gwen Stefani selbst nicht wieder. Der einst so durchtrainierte und ehr­geizige Popstar ist träge geworden. Einer Freundin hat die Sängerin jetzt verraten, wie sehr sie die mangelnde Selbstbeherrschung stresst: „Ich hasse mich dafür, dass ich Pommes und Burgern einfach nicht widerstehen kann!“ Folge ihres Appetits: zehn Kilo Übergewicht, die Gwen mithilfe eines Personal Trainers bekämpfen will. Seit vier Wochen quält sich die 39-Jährige durch einen straffen Diät- und Fitnessplan. Täglich joggt sie durch die Hollywood Hills und versucht ihren Gelüsten zu widerstehen. „Aber ich werde häufig schwach“, gibt Gwen zu.

Weshalb ihre Waage immer noch bei 67 Kilo stehen bleibt. „Der Babyspeck klebt an mir!“, jammert der 1,70 Meter große Popstar und erklärt: „In meinem Alter ist Abnehmen eben nicht mehr so leicht wie früher.“ Erst recht, weil sich ihr Tag jetzt um wichtigere Sachen als um das Zählen von Kalorien dreht: Ihr Sohn Kingston, 2, und vor allem Säugling Zuma beanspruchen ihre volle Aufmerksamkeit. „Gwen hat weder die Zeit noch die Kraft, um hart zu trainieren“, so die Freundin. Sie vermutet: „Gwen ist ausgelaugt.“

Gwen hatte sich die Sache mit dem ­Familienzuwachs einfacher vorgestellt. „Ich kann es nicht erwarten, wieder schwanger zu werden, und bete für ein zweites Baby“, sagte sie nach der Geburt von Kingston im Sommer 2006. Mitte August bekam ihr Erstgeborener dann auch ein Brüderchen – Zuma Nesta Rock, den Gwen bislang noch versteckt hält. Verwunderlich, schließlich ist die Kalifornierin für ihr entspanntes Verhältnis zu den Medien bekannt. Kingston hatte die 39-Jährige bereits im Alter von sechs Wochen der Öffentlichkeit präsentiert. Es blieb nicht nur beim exklusiven OK!-Fotoshooting – sie nahm den Kleinen auch mit auf ihre „Sweet Escape“-Tournee und schickte ihn sogar als Mini-Model auf den Laufsteg, um ihr Fashion-Label L.A.M.B. zu promoten. „Kingston hat nun mal prominente Eltern“, rechtfertigte sich Gwen damals. Ihre Erziehungsstrategie: „Er soll möglichst früh lernen, mit dem Rampenlicht umzugehen.“

Diese Einstellung hat sich komplett geändert. Ihren Jüngsten schirmt Gwen vorm Blitzlichtgewitter ab. „Ich wünsche mir nichts sehnlicher als ein ganz normales Familienleben“, hat sie kürzlich gesagt und ihren einstweiligen Rückzug aus dem Showbusiness bekannt gegeben. Und tatsächlich: Anstatt auf Promi-­Partys zu feiern, sieht man Gwen nur noch beim Spazierengehen im Park. Ein Sinneswandel, der Kingston besonders zugute kommt. Denn der Knirps braucht seine Mutter zurzeit mehr denn je. Warum? Das hat Gwens Ehemann Gavin Rossdale, 42, ausgeplaudert: „Kingston ist super eifersüchtig. Er will sich einfach nicht damit abfinden, dass er seine Eltern ab sofort teilen muss.“ Verständlich, dass Gwen sich damit überfordert fühlt. Und nicht weiß, wie sie ihre Liebe aufteilen soll.

Maren Gäbel