Guy Ritchie will die Kinder

Jetzt wird abgerechnet

Madonna und Guy Ritchie: Nach fast acht Ehejahren rüstet sich das Paar für einen erbitterten Scheidungskrieg. Doch Guy will von der Queen of Pop kein Geld - Er will ihr die Kinder wegnehmen.

Ein Schock war es nicht. Dieses Jahr verging kaum ein Monat, in dem nicht gemeldet wurde, dass sich Madonna, 50, und Guy Ritchie, 40, trennen wollen. Jetzt ist es amtlich: Die Sängerin steht vor dem Scherbenhaufen ihrer Ehe. Ihre Sprecherin Liz Rosenberg erklärte letzten Mittwoch: „Madonna und Guy haben sich darauf geeinigt, sich scheiden zu lassen.“ Für die Trennung gibt es viele Gründe. Einer von ihnen ist Madonnas angebliche Affäre mit dem Baseball-Spieler Alex „A-Rod“ Rodriguez, 33. Ist er schuld am Ehe-Aus? „Nein, Guy und Madonna konnten einfach nicht mehr zusammenleben“, sagt ein Bekannter des Paares. Ursprünglich wollte die Sängerin mit der Bekanntgabe der Trennung bis zum Ende ihrer „Sticky & Sweet“-Welttournee warten. „Obwohl sie noch Anstrengungen unternommen haben, ihre Ehe zu kitten, wussten beide, dass kein Weg an einer Scheidung vorbeiführt“, weiß der ­Insider. Versuche, wie Madonnas Wunsch, ein zweites Kind als „Beziehungsretter“ zu ­adoptieren, sorgten nur für noch mehr Streit und Misstrauen. Guy wollte nicht noch einem Kind das ­Leben im Scheinwerferlicht zumuten.

Das Wohl eines Kindes hat für ihn oberste Priorität. Guy nahm Madonnas Tochter Lourdes, 12 (aus einer früheren Beziehung mit Carlos Leon), auf, zog sie groß. Adoptierte mit der Sängerin den kleinen David, 3, aus Malawi. Und ist natürlich für den gemeinsamen Sohn Rocco, 8, da. Madonna ist ständig unterwegs. Im Falle eines Sorgerechtsstreits bliebe das nicht unberücksichtigt. Und dieser Streit wird entfachen: Denn Madonna will wieder zurück in die USA. Davon abhalten kann sie momentan nur ihr schlechtes Gewissen: „Die Kinder sind glücklich in England. ­Madonna will eigentlich nicht, dass sie jetzt die Schulen wechseln“, so ein Vertrauter. Doch sie zieht es nach New York. Die Stadt, in der auch Alex Rodriguez lebt …

Ein Kumpel von Rodriguez hat endgültig bestätigt: „Madonna und Alex haben was miteinander. Sie sind sich näher als je zuvor.“ Mit ihm will Madonna angeblich sogar ein Kind: „Er ist der ideale Mann dafür“, schwärmte sie vor Freunden. Im Januar planen sie eine Reise nach Malawi, um ein Kind zu adoptieren. Alex ist bereits Vater von zwei kleinen Kindern. Von der Mutter Cynthia Scurtis, 35, ließ er sich erst diesen Sommer scheiden – für Madonna, hieß es.

Guy erwartet jetzt einen Rosenkrieg à la Paul McCartney gegen Heather Mills. Madonna fürchtet um ihr 380-Millionen-Euro-Vermögen und hat McCartneys Anwältin Fiona Shackleton angeheuert. Denn Guy steht die Hälfte ihres Vermögens als Abfindung zu. Doch er will keinen Cent. Nur die Kinder.

Bis Weihnachten soll die Scheidung durch sein. Dann erst endet auch Madonnas Tournee. Auf der Bühne hat sie bereits damit begonnen, das Kapitel Ritchie zu verarbeiten. „Dieses Lied ist für emotional Zurückgebliebene“, leitete sie auf einem Konzert in Boston den Song „Miles Away“ ein, den sie einst für Guy geschrieben hatte. „Vielleicht kennt ihr jemanden, der in diese Kategorie fällt. Ich kenne einen …“, ­stichelte sie. Guy geht dagegen anders mit seinem Ärger um: Er hat seine Dreharbeiten in Frankreich verschoben und nimmt eine Auszeit – um für seine Kinder da zu sein.

Meike Rhoden