Gérard Depardieu erscheint nicht zum Gerichtstermin

'Ich bin nicht vor dem Gericht geflüchtet'

In letzter Zeit erlaubt sich Gérard Depardieu, 64, einen Skandal nach dem anderen. Nachdem der Franzose Ende November stark alkoholisiert mit seinem Motrorroller unterwegs und gestürzt war, sollte er gestern, 9. Januar, vor Gericht erscheinen.

Der 64-Jährige sorgt derzeit mit seinen Totalaussetzern für mehr Aufsehen als mit seinen Filmen. Zu dem angesetzen Gerichtstermin in Paris waren alle anwesend außer der Angeklagte selber. Eigentlich sollte für ihn eine Strafmilderung beschlossen werden.

Doch der Schauspieler vergnügte sich derweil in Montenegro und traf sich mit den Produzenten eines Films, der von der Affäre von Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn handeln soll, die ab Januar in New York gedreht werden soll, wie sein Anwalt Eric de Caumont erklärte.

Der Angeklagte selbst sagte dazu: “Ich bin nicht vor dem Gericht geflüchtet und auch nicht vor der Justiz.“
Angeblich sei das Gericht in der französischen Hauptstadt über seine Reise informiert gewesen. Jedoch sei er bereit, sich vor dem Richter zu verantworten.

Als er vor einigen Wochen Paris mit seinem Roller unsicher machte, blieb das leider nicht ohne Folgen. Der Schauspieler stürzte mit einem Alkoholpegel von 1,8 Promille und landete danach in Polizeigewahrsam. Dumm gelaufen, denn in Frankreich kann auf einen derart hohen Alkoholgehalt am Lenkrad eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren folgen.