Jeanette, der Quoten-Schreck?

Gefährdet sie ihre Karriere

Jeanette Biedermann und ihre Quäle-Novela "Anna und die Liebe": Wäre sie doch bei der Musik geblieben. Der Serien-Flop könnte die Sängerin jetzt ihre Karriere kosten.

Keiner will sie sehen. Jeanette Biedermann hat mit „Anna und die Liebe“ einen Mega-Flop hingelegt. Durchschnittlich schalten nur 1,4 Millionen Menschen ein, wenn das schüchternste Mädchen der Welt um die Gunst ihres Traumprinzen buhlt. Eine herbe Enttäuschung für Sat.1, wollte der Sender doch an die Erfolgs­story von „Verliebt in Berlin“ (ca. 4 Millionen Zuschauer) anknüpfen. Medienexperte Jo Groebel weiß, warum das nicht funktionieren konnte: „Das Publikum hat diese Aschenputtel-Geschichten satt. Die Quote leidet unter dem Abnutzungseffekt!“ Auch eine Sprecherin von Sat. 1 gibt zu: „Wir wären mit mehr Zuschauern sicher glücklicher.“

Nicht der erste berufliche Tiefschlag für Jeanette, die ihre musikalische Karri­ere zugunsten der Schauspielerei auf Eis gelegt hat: Der TV-Mehrteiler „Flaschengeist auf Probe“ (ein Remake der US-Serie „Bezaubernde Jeannie“) fiel 2006 beim Testpublikum so gnadenlos durch, dass er nie ausgestrahlt wurde.

Jeanette, der Quoten-Schreck? Jo Groebel ist allerdings vom Potenzial der 27-Jährigen überzeugt. „Miss­erfolge machen sympathisch, und sie stärken das eigene Selbstbewusstsein.“ Er rät Jea­nette, das drohende Serien-Aus als Chance zu nutzen: „Mit der gewonnenen Zeit könnte sie an ihrer Schauspielkunst und Persönlichkeitsentwicklung arbei­ten.“ Der Medienkenner traut Jeanette ein Comeback zu – „vorausgesetzt, sie sucht sich ein anderes Format und glaubt weiter an sich selbst …“

Maren Gäbel