Houstons Mutter - 'Bobby Brown nicht Schuld an Whitneys Tod'

'In seiner Gegenwart musste sie nicht das perfekte Mädchen sein'

Mutter-Tochter-Duo: Cissy (l.) und Whitney Houston Cissy Houston und ihre Enkelin - Whitneys Tochter Bobbi Kristina Die verstorbene Soul-Diva Whitney Houston 1999 mit ihrem Mann Bobby Brown

Bobby Brown, 43, wurde immer wieder als Schuldiger für Whitney Houstons († 48) Drogenprobleme angesehen. Das sieht Whitneys Mutter Cissy anders - und entlastet den Ex-Mann ihrer verstorbenen Tochter.

Die Sängerin ertrank im Februar 2012 in einer Hotelbadewanne aufgrund eines durch Kokain ausgelösten Herzinfarktes. Doch obwohl sich der frühere Ehemann der Musikerin, Bobby Brown, öffentlich stark für das Ableben seiner Ex-Frau verantwortlich gemacht wird, teilt die 79-jährige Cissy Houston - die ihre Tochter Nippy nannte - diese Meinung nicht.

"Ich denke, Bobby war Nippys Rebellion", schreibt sie in ihrem Buch "Remembering Whitney". "In seiner Gegenwart musste sie nicht das perfekte Mädchen sein. Bis heute gebe ich Bobby nicht die Schuld daran, sie in den Drogenkonsum eingeführt zu haben."

Oft habe die Mutter versucht, die "Bodyguard"-Ikone zum Aufhören zu bewegen. Im Jahr 2000 scheiterte aber ein Versuch, ihre Tochter Whitney in eine Entzugsklinik zu bringen.

"Sie flehte uns an, sie nicht in eine Rehabilitationsklinik zu schicken. 'Mommy', sagte sie, 'bitte, ich kann auf mich selbst aufpassen. Komm einfach in mein Haus, dann kannst du nach mir sehen und ich höre damit auf'", erinnert sich Cissy an die Gespräche mit der inzwischen Verstorbenen.

Schließlich ließ sie sich überzeugen. "Aber das Haus war so groß, dass sie sich einfach irgendwo einschließen konnte und nicht mehr herauskam. Ich konnte sie nicht zwingen aufzuhören - irgendwann fuhr ich einfach nach Hause."

Eine traurige Geschichte, die ein bitteres Ende nahm.