Sklaverei verharmlost? Ebay verbannt 'Django'-Actionfiguren

Die bereits verkauften Puppen kosten inzwischen ein Vermögen

Christoph Waltz (l.) als Dr. King Schultz und Jamie Foxx als Django Freeman in Leonardo DiCaprio als Calvin J. Candie in dem Western von Quentin Tarantino Konnte mit

Weil sie die Sklaverei verharmlosen sollen, dürfen Puppen des Oscar-nominierten Western "Django Unchained" nicht mehr produziert werden. Die wenigen bereits verkauften Exemplare werden nun für horrende Summen versteigert.

Ebay hat Actionfiguren des aktuellen Quentin-Tarantino-Streifens aus seinem Angebot genommen. Das Set besteht aus den Hauptfiguren des Sklaven-Western - darunter auch Oscar-Preisträger Christoph Waltz, 56.

Grund: Bürgerrechtler hatten in den vergangenen Wochen massiv gegen die Merchandising-Produkte protestiert, da sie das Thema Sklaverei verharmlosen. Daraufhin stellte das Filmstudio Weinstein Produktion und Vertrieb ein.

"Diese Spielzeug-Figuren wurden entfernt, weil sie gegen unsere Richtlinien verstoßen und beleidigend wirken könnten", zitiert das US-Promi-Portal "TMZ" einen Ebay-Sprecher. Man habe die Verkäufer per E-Mail informiert und sie gebeten, die Produkte nicht erneut zur Online-Auktion anzubieten.

Allerdings: Auf der deutschen Seite des Online-Auktionshauses waren heute noch vereinzelte "Django"-Figuren zu bekommen. Haken: Zum Teil lagen die Angebote bereits bei mehreren hundert Euro! Zum Vergleich: Ursprünglich kostete eine Figur rund 22 Euro.

Und selbst die Hersteller-Firma "NECA" schlägt aus dem Verkaufsstopp Profit. Auf der US-Version von Amazon werden 10 Puppen, die mittlerweile als Raritäten gelten, für umgerechnet rund 15.000 Euro vertickt!