Sklaverei verharmlost? Ebay verbannt 'Django'-Actionfiguren

Die bereits verkauften Puppen kosten inzwischen ein Vermögen

25.01.2013 12:50 Uhr

Weil sie die Sklaverei verharmlosen sollen, dürfen Puppen des Oscar-nominierten Western "Django Unchained" nicht mehr produziert werden. Die wenigen bereits verkauften Exemplare werden nun für horrende Summen versteigert.

Ebay hat Actionfiguren des aktuellen Quentin-Tarantino-Streifens aus seinem Angebot genommen. Das Set besteht aus den Hauptfiguren des Sklaven-Western - darunter auch Oscar-Preisträger Christoph Waltz, 56.

Grund: Bürgerrechtler hatten in den vergangenen Wochen massiv gegen die Merchandising-Produkte protestiert, da sie das Thema Sklaverei verharmlosen. Daraufhin stellte das Filmstudio Weinstein Produktion und Vertrieb ein.

"Diese Spielzeug-Figuren wurden entfernt, weil sie gegen unsere Richtlinien verstoßen und beleidigend wirken könnten", zitiert das US-Promi-Portal "TMZ" einen Ebay-Sprecher. Man habe die Verkäufer per E-Mail informiert und sie gebeten, die Produkte nicht erneut zur Online-Auktion anzubieten.

Allerdings: Auf der deutschen Seite des Online-Auktionshauses waren heute noch vereinzelte "Django"-Figuren zu bekommen. Haken: Zum Teil lagen die Angebote bereits bei mehreren hundert Euro! Zum Vergleich: Ursprünglich kostete eine Figur rund 22 Euro.

Und selbst die Hersteller-Firma "NECA" schlägt aus dem Verkaufsstopp Profit. Auf der US-Version von Amazon werden 10 Puppen, die mittlerweile als Raritäten gelten, für umgerechnet rund 15.000 Euro vertickt!