Patrick Swayze: Riskiert er sein Leben?

Sein Leben nach der Chemotherapie

Patrick Swayze: Riskiert er sein Leben? Erstmals spricht der 56-jährige Schauspieler über seine schwere Krankheit und schokiert zudem mit seinem Arbeitseifer.

Er schuftet bis zum Umfallen. Zehn Monate nach der niederschmetternden Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs legt sich Patrick Swayze, 56, ein Arbeitspensum auf, das ihn körperlich an seine Grenzen bringt. Bis zu zwölf Stunden steht er am Set der FBI-Serie „The Beast“. „Ich liebe es, hart zu arbeiten“, sagt er und erklärt im Interview mit der „New York Times“: „Wie kann man seine positive Einstellung behalten, wenn dir die Statistiken sagen, dass du eigentlich ein toter Mann bist? Ganz einfach: Du gehst zur Arbeit.“ Diese Meinung teilen seine Ärzte nicht.

Wenn er so weitermacht, kann es schlimm enden. Vergangene Woche soll Swayze am Set in Chicago vor Erschöpfung kollabiert sein. Warum tritt er nicht kürzer? Der Schauspieler selbst offenbarte: „Ich befinde mich auf einem Schlachtfeld. Wie man es auch dreht, eine Chemo­therapie ist die Hölle.“ Nach einer Strahlen-
therapie braucht der Körper Ruhe. Swayze hat sich seit Drehbeginn Ende Juli nur eineinhalb Tage freigenommen und will auch die zweite Staffel in Angriff nehmen – obwohl bei ihm im Januar eine besonders aggressive Art des Bauchspeicheldrüsenkrebses festgestellt wurde. Seither ist seine Frau Lisa, 52, mit der er seit 33 Jahren verheiratet ist, die größte Stütze und stets an seiner Seite. Während der Chemo erneuerten sie ihr Eheversprechen.

Seine Magenschmerzen hielt er monatelang  für harmlos. Im Dezember wurden die Spuren der Krankheit dann augenfällig: „Ich sah mich im Spiegel und dachte, du lässt dich besser durch-checken“, erzählt er. Die Ärzte gaben ihm damals nur noch wenige Wochen. Die Heilungschance bei dieser Krebsart liegt bei höchstens fünf Prozent. Oder anders gesagt: Im Schnitt ist nur einer von zehn Patienten fünf Jahre nach dem Befund noch am Leben. Jüngste Tests zeigten bei Swayze keine neuen Krebszellen. Auch zugenommen hat er wieder – gesunde zehn Kilo. Geheilt ist er aber noch lange nicht, sagen seine Ärzte.

Meike Rhoden