Madonna hat Stress mit Kabbala

Von allen guten Geistern verlassen

Ist Madonna von allen guten Geistern verlassen? Weil der Scheidungskampf mit Noch-Ehemann Guy Ritchie immer brutaler wird, verliert die Queen of Pop jetzt auch noch die Rückendeckung durch die Kabbala.

Es sieht alles ziemlich trostlos aus: Die Kinder halten sich verstört die Hände vors Gesicht, der Blick der Mutter ist leer. Und dabei kommen Madonna, 50, Lourdes, 12, Rocco, 8, und David, 3, doch gerade aus dem New Yorker Kabbala-Zentrum. Einem Ort, wo es normalerweise darum geht, seelischen Zuspruch zu erfahren. Den hatte sich Madonna wohl auch erhofft. Stattdessen gab es Schelte und strenge Ermahnungen.

Eine schmutzige Scheidungsschlacht zwischen der Queen of Pop und Guy Ritchie, 40, würde ein äußerst schlechtes Bild auf die jüdische Glaubensgemeinschaft werfen – so Rabbi Yehuda Berg vom New Yorker Kabbala-Zentrum. Um Schaden abzuwenden, sollen sich die beiden außergerichtlich einigen, und zwar unter Beratung der religiösen Vereinigung. Aber genau davor fürchtet sich die Sängerin. Schließlich ist Rabbi Berg auch ein Vertrauter von Guy. Und der will etwas, das auch sie will – nämlich das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Rocco. Wenn es nach Madonna ginge, würden alle Kinder mit ihr nach New York ziehen.

Zuletzt hatte sie Guy deswegen sogar eine Abfindungsaufstockung um sechs Millionen Euro auf insgesamt 77 Millionen Euro in Aussicht gestellt (OK! berichtete). Offenbar möchte Madonna mit dem gemeinsamen Leben in London komplett abschließen. Wohl auch, um mit Baseballstar Alex Rodriguez, 33, in New York – Madonnas alter Heimat – ein neues Leben beginnen zu können. Und deshalb setzt sie nun sogar die Unterstützung durch die Glaubensgemeinschaft aufs Spiel. Denn es sieht nicht so aus, als ob die 50-Jährige Rabbi Bergs Ratschläge beherzigen würde.

Laut Madonnas Biograf J. Randy Taraborrelli sprechen die Eheleute kein Wort mehr miteinander. Das hätten sie inzwischen ganz den Anwälten überlassen. Außerdem versuchten sie, ihre ehemaligen Angestellten als Kronzeugen der jeweiligen Ehehölle heranzuziehen – in der Hoffnung, dass der Koch über Madonnas haarsträubendes Essverhalten berichtet und das Hausmädchen über Guys übermäßigen Alkoholkonsum … Erstaunli­cherweise gelingt es den Kontrahenten – trotz des Watens im knietiefen Scheidungsschlamm –, eigene Herzensangelegenheiten voranzubringen: Guy, der schon immer gern Gitarre spielen wollte, hat sich nun einfach eine gekauft und unterrichtet sich selbst im Klampfenspiel.

Madonna widmet sich derweil ihrer persönlichen Art der Weltverbesserung bzw. der Sehnsucht nach einem zweiten Adoptivkind. Konkret geht es um die kleine Mercy James aus Malawi.
Saxon Maude, der Großvater des Waisenmädchens, soll inzwischen seine Zustimmung zu Madonnas Vorhaben gegeben haben. Ein Insider bestätigt: „Mercy wird schon zu Beginn des neuen Jahres bei Madonna sein.“

Nicolle Hofmann