'Emergency Room'-Star Thandie Newton bei Casting missbraucht

'Der Regisseur bat mich, mich mit gespreizten Beinen hinzusetzen'

Thandie Newton kämpft gegen Gewalt an Frauen 14. Februar 2013: Thandie Newton (M.) bei einer Protestaktion in London gegen Gewalt an Frauen Als Teenager wurde sie auf der Casting-Couch missbraucht - erst jetzt sprach Thandie Newton über die Ereignisse

Jahrzehntelang sagte Thandie Newton, 40, kein Wort. Doch jetzt brach die "Emergency Room"- und "Mission Impossible 2"-Schauspielerin ihr Schweigen. Sie wurde im Teenageralter auf der Casting-Couch missbraucht. 

Ihr schockierendes Geständnis ist Teil einer Kampagne, die gegen Gewalt an Frauen kämpft.

"Mit 16 Jahren, als ich gerade frisch aus dem Internat kam, wurde ich auf der 'Casting-Couch' zu einem Objekt degradiert“, verrät die zweifache Mutter Newton in einem CNN-Interview.

Zwei Jahre später - mittlerweile war sie 18 - nahm die Britin an einem Casting teil, bei dem Probeaufnahmen gemacht werden sollten:

"Der Regisseur bat mich, mich mit gespreizten Beinen hinzusetzen - die Kamera stand so, dass man unter meinen Rock filmen konnte - und dann bat er mich, mein Bein über die Armlehne zu legen."

Zwar wunderte sich Newton über die Anweisungen. Trotzdem fand sie nicht den Mut, etwas zu sagen - auch dann nicht, als von ihr verlangt wurde, sich vor der Kamera an intimen Stellen zu berühren.

Denn alles habe in einem professionellen Umfeld stattgefunden, so dass sie einfach nicht gewusst hätte, wie sie darauf reagieren solle, erklärte sie dem britischen TV-Sender.

Doch es kam noch schlimmer, denn drei Jahre später stellte sich heraus, "dass der Regisseur das Video in seinem Haus immer wieder interessierten Gästen zeigte - ein Video, in dem ich mich selbst berühre, während eine Kamera unter meinen Rock filmt", berichtet Newton, die seit 1998 mit dem Schriftsteller und Regisseur Oliver Parker verheiratet ist.

Auch wenn die 40-Jährige den Namen des Übeltäters auch heute nicht verraten will, möchte sie mit ihrem öffentlichen Geständnis anderen Frauen, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind, Mut machen.

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