Oscar Pistorius vor Gericht - 'Ich wollte sie nicht töten'

Heute erschien der wegen Mordes an Reeva Steenkamp angeklagte Paralympics-Star vor Gericht

Seit dem schrecklichen Tod von Reeva Steenkamp († 29) am Valentinstag gab es viele Spekulation über den Tathergang. Heute, 19. Februar, erschien Oscar Pistorius, 36, vor Gericht und beteuerte, dass es ein Unfall war - und er nicht vorhatte, seine Freundin umzubringen.

Laut seiner Aussage glaubte Pistorius, dass seine Freundin ein Eindringling in seinem Haus wäre. Erst nachdem er die Schüsse abfeuerte, soll er gemerkt haben, dass sie nicht neben ihm im Bett lag. Es habe ihn mit Angst erfüllt.

Der Paralympics-Star soll sich verletzbar gefühlt haben, da er seine Prothesen nicht trug - deswegen schoss er sofort.

Der Staatsanwalt warf Pistorius vor, sich erst seine Prothesen angelegt zu haben, dann ein paar Meter gelaufen zu sein, bevor er feuerte. Das bestreitet der Angeklagte jedoch.

Nach den vier abgegebenen Schüssen, so Pistorius, habe er die Beine angelegt. Dann sei er zur Badtür gelaufen und habe mit einem Cricket Schläger auf das Opfer eingeschlagen. Erst dann will er erkannt haben, dass er Reeva Steenkamp tödlich verletzt hatte. Er habe sie die Treppe runtergetragen. "Sie ist meinen Armen gestorben", erklärte der Sportler weiter. 

Den Tathergang sieht die Anklage jedoch ganz anders: 

„Er hat sich vorbereitet. Er hat sich bewaffnet. Das Motiv war: Er wollte töten“, sagte Staatsanwalt Gerrie Nel. Nach Schilderung der Staatsanwaltschaft wurde Frau Steenkamp im Badezimmer getötet, als sie auf der Toilette saß. Sie sei von drei Kugeln getroffen worden, darunter zwei Kopfschüsse.