Heidi Klum fühlt sich von Deutschland im Stich gelassen

'Wenige Journalisten sind an Fakten interessiert'

Bei Thomas Gottschalk entdeckt, anschließend Topmodel und heute Model-Mama bei "GNTM". Dass es Heidi Klum erfolgstechnisch gut geht, ist ihr bewusst. Trotzdem findet die 39-Jährige, dass es ihr in der Heimat zunehmend schwerer gemacht wird. In einem Gespräch mit dem "Interview" Magazin spricht die vierfache Mutter von dem Gegenwind, den sie in Deutschland erfährt:

"Leider sind die wenigsten Journalisten an Fakten interessiert. Die haben ihre Geschichte schon geschrieben, bevor sie dich treffen. Ich merke, dass der Gegenwind, vor allem in Deutschland, stärker wird. Vor vielen Jahren konnte ich dort nichts falsch machen, inzwischen hat sich das Blatt gewendet."

In Amerika sieht die Lage schon anders aus. Besonders ihr Abschiedsgruß "Auf Wiedersehen" wurde zum Markenzeichen des ehemaligen "Victoria's Secret" Models.

In dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten lebt und arbeitet Klum am häufigsten. Aktuell moderiert sie die Designer-Show "Project Runway. "Mein Gesicht und mein Körper sind zu einer Marke geworden. Ich merke, wie sich mein Aufgabenfeld langsam verändert. Ich bin sehr glücklich, dass Amerika mich mit so offenen Armen empfangen hat." 

Zwischen ihren Sendungen "Project Runway" und "GNTM" fällt Heidi ein großer Unterschied auf: "Die (Designer) hängen sich mit aller Kraft rein, liefern, indem sie mitspielen. Meinen Mädchen in der deutschen Show muss ich manchmal regelrecht in den Hintern treten, damit sie begreifen, worum es geht. Und die erwarten sich vom Fernsehen eine Traumwelt, die ich ihnen einfach nicht bieten kann."