Joan Rivers - Böser Nazi-Witz über Heidi Klums Oscar-Kleid

Holocaust-Vergleich der US-Entertainerin empört Judenverbände

Heidi Klum und ihr atemberaubender Ausschnitt bei den 85. Academy Awards Das freizügige Outfit war zwar nicht jedermanns Sache... ...doch Joan Rivers schoss mit ihrem Holocaust-Vergleich übers Ziel hinaus Heidi Klum bei den Oscars 2013

Was ist denn in US-Entertainerin Joan Rivers gefahren? Die 79-Jährige, bekannt für ihre bissige Ironie, hat mit einer provokanten Äußerung zu Heidi Klums Oscar-Outfit die Grenzen des guten Geschmacks deutlich überschritten: Sie verglich die goldene Robe mit dem Holocaust.

Seit Jahren kommentiert die 79-Jährige Preisverleihungen wie die Oscars oder die Golden Globes. Feinfühlig ist sie dabei selten.

Doch die Komikerin, selbst Jüdin, schoss mit ihrer Mode-Kritik in der wöchentlichen TV-Show "Fashion Police" des US-Senders E! weit übers Ziel hinaus. Klar, die fast bis zum Bauchnabel ausgeschnitte Gold-Robe von Julien MacDonald, die Klum bei den 85. Academy Awards vorführte, war nicht jedermanns Sache. Doch dieser Kommentar überspannte den Bogen bei weitem. 

So sagte sie: "The last time a German looked this hot was when they were pushing Jews into the ovens." Übersetzt: "Das letzte Mal, dass jemand aus Deutschland so heiß ausgesehen hat, war, als sie Juden in die Öfen geschoben haben."

Der Aufschrei der jüdischen Gemeinde angesichts dieser unfassbaren Entgleisung folgte prompt. So verurteilte die amerikanische Anti-Defamation-League (ADL) den Kommentar als "abscheulich". Die Äußerung von Rivers sei "geschmacklos und beleidigend für Holocaust-Überlebende" und alle Amerikaner gewesen, sagte Abraham Foxman, Vorsitzender der Gesellschaft.

Zudem empörte sich Foxman darüber, dass Kolleginnen wie Giuliana Rancic oder Kelly Osborne auf den bösen "Witz" nicht reagierten. 

Rivers selbst versteht den ganzen Wirbel nicht. "Mein Ehemann hat den Großteil seiner Familie in Auschwitz verloren", sagte sie dem "Hollywood Reporter". Ihr Humor helfe, den Holocaust im öffentlichen Bewusstsein zu halten. Mal sehen, ob Heidi das genauso sieht ...