Markus Lanz findet öffentliche Kritik oft verletzend

'Das musst du dann entweder aushalten – oder du gehst ins Kloster'

Markus Lanz, 44, musste in den letzten Monaten einige Kritik für seine Leistung als "Wetten, dass..?"-Moderator einstecken. Öffentliche Nörgeleien, die er bislang eher kommentarlos über sich ergehen ließ. In einem Interview gesteht er nun, dass die öffentliche Schelte aber auch an ihm nicht spurlos vorübergeht.

Die "meiste" Kritik lese er gar nicht, weil ihm dazu die Zeit fehle, so der ZDF-Moderator im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Dennoch gesteht er: "Und zweitens, weil vieles auch verletzend ist. Das ging ja Thomas Gottschalk nicht anders. Er hat mal sehr treffend formuliert: 'Ihr könnt schreiben, was Ihr wollt, ich kann’s nicht besser.'"

Nach seinen ersten "Wetten, dass..?"-Sendungen wurde Lanz mit viel Häme bedacht. "Anfangs kam ich mir vor wie der eine oder andere im Dschungelcamp, der sich hinterher wundert, was da draußen los ist, weil er doch geglaubt hatte zu wissen, worauf er sich eingelassen hat. Wenn du plötzlich mitten im Orkan steckst, merkst du, dass es für solche Ausnahmesituationen keinen Testlauf gibt. Das musst du dann entweder aushalten – oder du gehst ins Kloster."

Besorgniserregend findet er hingegen die Entwicklung, dass "absolut jeder, der in irgendeiner Form in der Öffentlichkeit steht, angegriffen wird, und zwar meistens anonym im Netz. Ich glaube, wir werden das irgendwann mal infrage stellen müssen, weil es auf uns als Gesellschaft zersetzend wirkt."

Am 23. Mai ist "Wetten, dass..?" in Wien zu Gast. Mit von der Partie sind: Depeche Mode, 50 Cent, Anna Loos, Michael Bublé, Oliver Pocher, Peter Weck, One Republic sowie Viktoria und Heiner Lauterbach.