Sido - Ärger um Gewinnsumme aus Raabs Polit-Talk

Was macht er mit den 300.000?

Über Sidos, 32, Sieg bei Stefan Raabs Polit-Talk "Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen" vom 24. März gingen die Meinungen auseinander. Die einen feierten den Rap-Star, die anderen kritisierten ihn für teils stark vereinfachte Problemdarstellungen und unpraktikable Lösungsvorschläge.

Nun geht die Kritik in die zweite Runde: Denn der Rapper hat bislang immer noch nicht offengelegt, was er mit seinem Gewinn von 300.000 Euro anstellt. Die anderen Sendungsteilnehmer sind sauer. 

"Jeder Politiker hätte selbstverständlich das Geld gespendet. Ein Gangster-Rapper kann es sich anscheinend leisten, in der Sendung über gerechte Bezahlung zu reden und anschließend 300.000 Euro privat nach Hause zu nehmen", sagt Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen.

Auch Caren Lay, die Vize-Chefin der Linken meint: "Jeder blamiert sich so gut er kann. „Ich bin mir sicher, dass die meisten seiner Fans, die ihm zur absoluten Mehrheit verhalfen, davon ausgegangen sind, dass er das Preisgeld für ein sinnvolles Projekt spendet. Wenn von Politikern zu Recht Offenheit und Transparenz gefordert wird, sollte das auch für Sido gelten."

Doch bisher kein Sterbenswörtchen des Musikers zur Gewinnsumme. Laut ProSieben sind die Kandidaten übrigens nicht verpflichtet, das Geld zu spenden oder für einen bestimmten Zweck zu verwenden. Auch ein ProSieben-Interview zu der Frage hat Sido nach Angeben des Senders abgelehnt.