Leidet Britney Spears an Bulimie?

Das große Zittern

Leidet Sängerin Britney Spears an Bulimie? Um auf der Bühne stark und sexy zu sein, hungert sie hinter den Kulissen - bis zur Erschöpfung. Mutet die 27-jährige sich mit ihrem Comeback zu viel zu?

Sie strahlt in die Kamera, doch ihre Augen lachen nicht mit. Wenn Britney Spears, 27, ihre Single „Woma­nizer“ performt, sieht sie wunderschön aus, aber ihre Anspannung ist fast greifbar. Der missratene Auftritt bei den MTV Music Awards 2007 und die Häme verfolgen sie immer noch. So sehr, dass sie unter dem Druck zusammenzubrechen droht. Britneys Reaktion: Sie hungert.

Vor ihrem Auftritt bei der britischen TV-Show „X-Factor“ am vergangenen Wochenende habe sie unbedingt noch drei Kilo abnehmen wollen, weiß einer ihrer Background-Tänzer. „Sie geht hungrig zu Bett, leidet unter Schlaflosigkeit, Angstzuständen und Zittern“, erzählt er. Dazu raucht sie auch noch Kette, um ihren Appetit zu unterdrücken. Wenn der Hunger zu groß wird, fängt sie urplötzlich an, Unmengen von Fast Food in sich hineinzuschlingen – um sie kurz darauf wieder zu erbrechen. Bulimie nennt man diese Ess­störung, die im fortgeschrittenen Stadium sogar zum Tod führen kann.

Britney kann ihr Comeback nicht genießen. In der Dokumentation „Britney: For the Record“ lässt sie ihren Frust raus. Wie im Gefängnis fühle sie sich, nur, dass man dort „wenigstens weiß, dass man eines Tages rauskommt“. Der ständigen Vormundschaft ihres Vaters Jamie musste sie zustimmen – es war der einzige Weg, ihre Söhne Sean Preston, 3, und Jayden James, 2, regelmäßig zu sehen. Trösten kann sie das trotzdem nicht immer. „Oft bricht Britney am helllichten Tag in  Tränen aus“, verrät ihr Tänzer.
Worte und Bilder, die nicht zum neuen Image der Sängerin passen. Antriebsmotor hinter den Kulissen ist ihr Manager Larry Rudolph, der den Ernst der Lage nicht erkennen will. „Sie liebt es zu arbeiten und definiert sich durch ihre Karriere.“

Schließlich sei Britney nie wirklich krank gewesen, sondern geriet vom rechten (Karriere-)Weg ab, „weil sie einfach zu viel freie Zeit hatte“. Ach, ja? „Wenn ich jemandem sage, wie es mir geht, habe ich das Gefühl, dass er mich zwar hört, mir aber nicht zuhört“, jammert Britney um Hilfe.

Der Grund für die Krise: 

Britneys Absturz habe schon nach der Trennung von Justin Timberlake, 27, angefangen, erzählt sie in der Dokumen­tation „Britney: For the Record“. „Ich fühlte mich so allein, als es vorbei war. Ich wollte es nicht wirklich wahrhaben. Ich habe mich nie damit auseinandergesetzt – ich bin nur gerannt.“ Und zwar in die Arme von Kevin Federline, den sie zwei Jahre später (2004) heiratete. Ein Fehler, wie Britney heute weiß. „Ich habe aus den falschen Gründen geheiratet. Statt meinem Herzen
zu folgen und etwas zu tun, was mich wirklich glücklich macht, bin ich einer Illusion hinterhergejagt.“ Aus Einsamkeit habe sie fortan „die ­falschen Leute“ in ihr Leben gelassen.