Wade Robson spricht im TV über Michael-Jackson-Missbrauch

Für Rollenspiel-Szenarios dressiert: 'Er war ein Pädophiler und Kinderschänder'

Choreograph Wade Robson, 30, hält immer noch an seinen Vorwürfen des Missbrauchs gegen Michael Jackson fest. Vor kurzem reichte der Tänzer Klage gegen den "King of Pop" ein und forderte Schmerzensgeld von der Jackson-Familie für seine erlittenen Qualen.

In einem TV-Interview in der "Today Show" erklärte er nun genauer, was sich zwischen ihm und Jacko zugetragen hat:

"Er hat sexuelle Handlungen an mir vollzogen und ich an ihm. Es war totale Manipulation und Gehirnwäsche. Er hat Rollenspiele gemacht und mich für diese Szenarien dressiert."

Durch diese "Gehirnwäsche" hätte Robson damals die Situation nicht richtig wahrgenommen:

"Ich war psychologisch und emotional absolut nicht in der Lage und nicht willens zu verstehen, dass es sexueller Missbrauch war." Deswegen habe der Australier auch damals in 2005 vor Gericht eine falsche Aussage gemacht. Geld soll er nicht bekommen haben.

Laut seiner Aussage hat die Welt ein unvollständiges Bild des Megastars: "Ja, Michael Jackson war ein unglaublich talentierter Künstler mit einer unglaublichen Gabe. Er war viele Dinge", so der professionelle Tänzer. "Und er war auch ein Pädophiler und Kinderschänder." Eine harte Anklage.

Im Alter von sieben Jahren habe Jackson ihm klargemacht, dass die Beziehung zwischen den beiden völlig normal sei:

"Michael sagte mir, wir lieben einander und dass dies Liebe sei, ein Ausdruck unserer Liebe. Dann fügte er jedoch hinzu: 'Aber wenn du jemals irgendjemandem sagst, was wir tun, werden unsere beide Leben und unsere Karrieren vorbei sein'."

Die Vorwürfe, dass der Choreograph die jetzige Klage aus reiner Geldgier angezettelt hätte, weist er klar von sich: "Der Gedanke, dass ich meine Frau, meinen Sohn, meine gesamte Familie nur für Geld dieser extrem stress- und schmerzvollen Erfahrung aussetze, ist unfassbar. Ich habe 22 Jahre lang geschwiegen und die Augen davor verschlossen. Um völlig heilen zu können, muss ich die Wahrheit - die ganze Wahrheit -  ans Licht bringen."

Jacksons Angehörige geben derweil in der Öffentlichkeit an, der Kläger suche nur nach Aufmerksamkeit und unterstützen ihren verstorbenen Helden. So sagt sogar seine Ex-Frau Debbie Rowe in einem Interview mit "TMZ": "Die ganze Sache wird schnell in Vergessenheit geraten und Michaels außergewöhnlichem Vermächtnis nichts, aber auch gar nichts anhaben können."

Und auch sein Neffe verteidigt ihn. Sein Onkel habe ihn stark unterstützt und zur Seite gestanden, als er selbst Opfer von Kindesmissbrauch wurde. Er machte seinem Ärger auf Twitter Luft: "Ich werde nicht dabei zusehen, wie jemand Lügen über meinen Onkel verbreitet. Ich wurde sexuell missbraucht. Von einem Onkel mütterlicherseits, als ich noch ein Kind war. Michael unterstützte mich und meine Mutter damals."

Leider sieht es nicht danach aus, als könne Michael Jackson seine Weste posthum noch komplett von allen Vorwürfen und Gerüchten rein waschen.