ESC-Wirbel um Aserbaidschan - Stimmen aus Litauen gekauft?

Das legt zumindest ein Video nahe

Der "ESC" macht in diesem Jahr leider mehr negative Schlagzeilen als freudige. Nun soll ein Video beweisen, wie in Litauen Zuschauer-Stimmen, also Anrufe, für den Beitrag "Hold me" aus Aserbaidschan gekauft wurden.

Litauen soll nicht das einzige Land sein, in dem die Anrufe manipuliert wurden - in 14 anderen Ländern soll dies ebenfalls der Fall gewesen sein.

In dem Video sieht man, wie eine Gruppe mit anscheinend versteckter Kamera gefilmt wird. Aufgenommen wurde es in einem Einkaufszentrum in Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Dort wird von einem "Sergej" erklärt, wie das mit dem Abstimmen laufen soll.

So sollen mehrere Gruppen mit rund zehn Leuten gebildet werden, die Handys und Sim-Karten bekommen und dann für den Beitrag anrufen. Dort ist jeweils ein Aufseher dabei, der sich dann auch um die Bezahlung der Gruppe kümmert. Jeder kriegt dafür übrigens höchstens 20 Euro.

Am Abend des Eurovision Song Contests bekam Aserbaidschan dann auch wirklich 12 Punkte aus Litauen. Insgesamt belegte das Land den zweiten Platz.

Ob es sich nun um echtes Video oder ein Fake handelt, bleibt zu mutmaßen...