ZDF-Claus Kleber sieht keine Zukunft für die 'Tagesschau'

An der jetzigen Form des Nachrichtenjournals müsse man viel ändern

Die "Tagesschau" ist seit über 50 Jahren fester Bestandteil des deutschen Fernsehens. Bis zu zehn Millionen Menschen schalten jeden Abend ein, wenn von Nachrichten aus aller Welt berichtet wird, doch der 57-jährige ZDF-Anchorman Claus Kleber sieht schwarz, wenn es um die Zukunft des Journals geht, wie er gegenüber der "Zeit" gesteht.

"Ich glaube, dass sich dieses Konzept gerade überlebt. Weil das, was diese Art von Nachrichten bietet, am ehesten ersetzt wird durch den schnellen Blick ins Internet," so der Moderator des "heute journals".

Seiner Meinung nach schauen sich Studenten Nachrichten sowieso eher im Internet an und auch was die Aktualität betrifft geben sich die meisten mit "weniger" zufrieden: 

"Wir reißen uns ja die Beine aus, um selbst während der laufenden Sendung noch die aktuellsten Bilder reinzukriegen. Aber die jungen Leute schauen sich die Sendung erst spätabends oder am nächsten Morgen in der Mediathek an und finden sie aktuell genug. Da raufe ich mir die Haare."

Man müsse die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennen, um Nachrichten im Fernsehen auch künftig erfolgreich präsentieren zu können...

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