Skandal - Kate Middletons Telefonstreich-DJ kriegt Award

Ein australischer Minister findet das 'geschmackslos'

Kate Middletons Krankenschwester Jacintha Saldanha beging nach einem Scherzanruf Selbstmord Einer der verantwortlichen Moderatoren, Michael Christian, arbeitet wieder und bekam von seinem neuen Arbeitgeber einen Award als Australiens Kommunikationsminister findet das 'geschmackslos' Michael Christian und seine Kollegin Mel Greig mussten wegen dem Vorfall in Therapie

Im Dezember des vergangenen Jahres musste die schwangere Herzogin von Cambridge, 31, mit einer schweren Form von Schwangerschaftsübelkeit in das Londoner "King Edward VII"-Krankenhaus eingewiesen werden. Zwei australische Radio-Moderatoren, Michael Christian und Mel Greig, erlaubten sich einen Telefonstreich mit fatalen Folgen. Sie gaben sich als Prinz Charles und Queen Elizabeth II. aus, um sich über Kate Middletons Gesundheitszustand zu informieren.

Die Krankenschwester Jacintha Saldanha, 46, die den Anruf beantwortete, fiel auf die verstellten Stimmen rein und ließ eine Kollegin auf die Frage antworten: "Sie schläft gerade und hatte eine ruhige Nacht. Wir haben ihr Flüssigkeit gegeben, sie ist derzeit stabil.” Schnell verbreitete sich der Telefonstreich in den internationalen Nachrichten.

Am folgenden Tag dann der Schock: Saldanha hatte Selbstmord begangen. Die depressive Frau kam mit dem Mediendruck nicht zurecht und erhängte sich. Sie hinterließ ihren Ehemann und zwei Kinder.

Das Radio-Duo wurde umgehend suspendiert und psychologisch betreut. Unter Tränen entschuldigten sich Mel Greig und Michael Christian wenige Tage nach dem tragischen Vorfall bei Saldanhas Familie.

DJ Michael Christian sorgt in seiner Heimat Australien nun erneut für viel Wirbel:

Er hat von seinem Arbeitgeber - mittlerweile ist er bei einem Schwesternsender in Melbourne - einen Award für seine Leistung verliehen bekommen. Wie "BBC.co.uk" berichtet, ist Christian der "Nächste Top-Radio-Moderator" und kann sich außerdem über eine gesponsorte Reise nach Los Angeles freuen. Der australische Kommunikationsminister Stephen Conroy findet die Auszeichnung verwerflich:

"Der eigentlich harmlose Streich hatte sehr ernste Konsequenzen. Leuten so zeitnah nach einem solchen Geschehnis auszuzeichnen, halte ich für geschmackslos", wird der Politiker zitiert.

Michael Christian hat den Preis angenommen und sagte, er hätte trotz allem, was passiert sei, stets das Bedürfnis gehabt, sich beweisen zu müssen, dass er noch immer gut ist in seinem Job.

Seine Kollegin Mel Greig hat ihre Arbeit noch nicht wieder aufgenommen.