Joaquin Phoenix: Was ist nur aus ihm geworden?

Früher war er der Liebling aller Frauen

Joaquin Phoenix: Was ist nur aus ihm geworden? Nach seinem Kinofilm "Walk the Line" lag ihm Hollywood zu Füßen. Doch diese neuen Fotos schockieren die Traumfabrik.

Mit einer Haarspange hat er sich die zotteligen Strähnen zurückgesteckt. Sein Vollbart ist ungepflegt, die Augenringe zeugen von viel zu wenig Schlaf, und sein Blick wirkt verwirrt. Die Gäste einer Silvesterparty in Miami Beach mussten zweimal hingucken, um Joaquin Phoenix zu erkennen. Erst im November hatte der „Walk the Line“-Star seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft verkündet, um sich stattdessen auf eine musikalische Karriere zu konzentrieren: „Es reicht“, sagte er damals. „Ich bin fertig mit dem Ganzen“. Doch dann wurde es plötzlich still um den Schauspieler.
„Es gibt so viele Leute, die Joaquin helfen wollen“, berichtet ein Freund. „Aber bisher konnte keiner zu ihm durchdringen. Sein merkwürdiges Verhalten beunruhigt jeden in seinem Umfeld. Es wird langsam wirklich unheimlich“. Auch Joaquins Streifzüge durch die Bars und Kneipen von Los Angeles beobachten seine Freunde mit zunehmender Besorgnis. Besonders nach seinem ersten Alkoholentzug vor drei Jahren. „Der Alkohol war meine Medizin“, erzählte er damals. „Ich brauchte ihn, um mich gut zu fühlen“. Nun soll er Gerüchten zufolge rückfällig geworden sein und wieder zur Flasche greifen.

Schon Anfang des Jahres hatte es erste Anzeichen für den drohenden Abstieg gegeben. Nach Beendigung der Dreharbeiten zu „Two Lovers“ kapselte sich der 34-Jährige immer mehr von seinen Mitmenschen ab. Die Promotion-Termine für den Film musste seine Schauspielerkollegin Gwyneth Paltrow, 36, allein absolvieren, während Joaquin sich nicht einmal zur Premiere auf den Filmfestspielen in Cannes blicken ließ. Er saß zu diesem Zeitpunkt mit Tim ­Burgess von der Rockband The Charlatans im Studio, um an Songs zu schreiben. Bis heute zweifelt Burgess, ob sie je aufgenommen werden. Musik soll Wunden heilen, heißt es. Doch im Moment sieht es ganz so aus, als hätte sich Joaquin mit seiner Absage an die Leinwand seiner letzten Stütze beraubt …

Anna-Julia Meyer