Patrick Swayze und die Angst vor dem Tod

Er geht durch die Hölle

Patrick Swayze und die Angst vor dem Tod. Im amerikanischen Fernsehen hat der Schauspieler offen wie nie über den Krebs gesprochen und zugegeben: "Ich gehe gerade durch die Hölle."

Es ist wie ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. Schonungslos ehrlich spricht Patrick Swayze im ersten TV-Interview seit der schrecklichen Diag­nose über den Bauchspeicheldrüsenkrebs, der ihm sein Leben seit einem Jahr zur Hölle macht. „Ich habe Angst“, gesteht er der renommierten US-Talkmasterin Barbara Walters, 79. Und gibt zu, dass er manchmal mit seinem Schicksal hadert: „Klar bin ich sauer. Warum gerade ich?“

Auch die Chemotherapie konnte die tückische Krankheit nicht stoppen. Weil der Krebs gestreut hat, ist eine Operation aussichts­los – das kommt einem­ ­Todesurteil gleich. „Ich würde gern ausharren, bis man eine Heilungsmöglichkeit gefunden hat“, sagt Patrick. Doch solange es kein Wundermittel gibt, schätzt er seine Lebenserwartung nicht allzu hoch ein: „Zwei Jahre sind angesichts der Statistiken wohl realistisch“, sagt er. Trotzdem hat der Schauspieler verbissen weitergearbei­tet. Zwölf Stunden stand er täglich für die Krimi­serie „The Beast“ vor der Kamera. Er verzichtete dabei sogar auf Schmerzmittel, um als Dar­steller authentisch zu bleiben: „Medi­kamente machen mich bloß stumpf.“ Voller Stolz berichtet der 56-Jährige, dass er während der fünfmonati­gen Drehzeit lediglich anderthalb Arbeitstage verpasst habe. Als „unverantwortlich“ bezeichneten das seine besorgten Freunde (OK! berichtete). Doch der Todkranke gibt Kontra: „Ich bin stolz auf das, was ich tue. Ich bin kein Mensch, der vor Herausforderungen kneift!“

Seiner Frau Lisa Niemi, 52, hat er versprochen, (sich) nicht aufzugeben. Seit 33 Jahren ist sie Patricks große Liebe. Auf Barbara Walters’ Frage, ob sie sich ein Leben ohne Patrick vorstellen könne, schießen der Schauspielerin Tränen in die Augen. „Wir haben noch so viel vor!“, antwortet sie schluchzend. Woraufhin ihr Mann verkündet: „Das bedeutet wohl, dass ich noch ein bisschen länger durchhalten muss …“

Maren Gäbel