Madonna: Lourdes schämt sich für sie!

Nackte Tatsachen

Madonnas Tochter Lourdes, 12, schämt ich für ihre Mutter. Die aktuellen Fotos der 50-jährigen Pop-Diva lösen weltweit Unverständnis aus, vor allem ihre Tochter ist entsetzt.

Über diese Fotos hat die ganze Welt diskutiert. Für die Promo-Bilder zu ihrem aktuellen Album „Hard Candy“ zwängte sich Madonna, 50, in Outfits, die auch eine 17-Jährige an körperliche Grenzen stoßen lassen. Mutig präsentiert sie das Ergebnis jahrzehntelangen Trainings und makrobiotischer Ernährung. Doch die weiblichen Rundungen sind harten Konturen gewichen, Madonnas Leib wirkt sehnig und ausgemergelt. Fast so wie bei einem Bodybuilder. Madonna ruft Verstörung und Un­ver­­ständnis her­vor: Was will sich diese Frau eigentlich beweisen?

Eine Frage, die sich auch Madonnas Tochter Lourdes stellt. Sie schämt sich für ihre Mutter. In ihrem Internet-Blog schrieb die Zwölfjährige: „Kann Mama nicht normale Sachen tragen? Ich habe sie schon so oft gebeten, sich nicht mehr wie ein Idiot zu kleiden.“ Auch den Tanzeinlagen in Madonnas Videos kann die Kleine nur wenig Positives abgewinnen: „Es ist eklig, wie sie sich an dem Bodybuilder reibt.“

Madonna will provozieren. Deswegen schnappte sie sich auch das blutjunge brasilia­nische Männermodel Jesus Luz. Bei einem Foto­shooting in Rio de Janeiro tauschten die beiden heiße Küsse aus. Seitdem holt sie sich den 21-Jährigen immer öfter an ihre Seite – und das vorher unbekannte Model kann sich vor neuen Aufträgen kaum retten. Dass Jesus sie offensichtlich nur benutzt, will Madonna nicht begreifen. Vielleicht benutzt sie ihn aber genauso – um ihr eigenes Ego zu pushen.

Doch mit ihrer Egozentrik treibt Madonna ihre Tochter immer weiter von sich weg. Viel lieber verbringt Lourdes ihre Freizeit bei ihrem leiblichen Vater Carlos Leon, 42, in New York. Hier will sie gegen den Willen ihrer Mutter auch eine Schauspielschule besuchen. Und auch sonst widersetzt sich Lourdes den Vorschriften der Queen of Pop, hält sich nicht an ihre Ernährungs- und Kleidervorschriften. Das alles sind Versuche, an Grenzen zu stoßen. Denn Lourdes befindet sich gerade mitten in der Pubertät. ­Einer Lebensphase, in der ihre Mutter eher als Freundin denn als Feindin fungieren sollte.

Die letzten Monate sind nicht spurlos an Madonna vorbeigegangen. Die Scheidung von Guy Ritchie, 40, und der darauffolgende Rosenkrieg haben etwas in ihr wachgerüttelt. Regelmäßig geht sie nun zu Sitzungen bei Rabbi Philip Berg im New Yorker Kabbala-Zentrum. Mit seiner Hilfe will sie lernen, weniger dominant zu sein. „Madonna muss begreifen, dass sie nicht immer die Kontrolle über alles und jeden haben kann“, erklärt Berg. Nur so könne sie irgendwann ein gesundes Verhältnis aufbauen: zu ihrer Tochter, aber auch zu sich selbst.

Tanja Fritzensmeier