Leah Remini tritt aus Scientology aus

Die Sekte verletzt Menschen im Namen der Religion

Leah Remini, 43, bekannt durch ihre Rolle der "Carrie" aus "King of Queens", war jahrelang Mitglied der Scientology-Sekte, doch jetzt steigt die Schauspielerin aus. Der Grund: Jahrelange Verhöre und Gedanken-Modifizierung.

Eine Quelle teilte der "New York Post" mit, dass Remini austritt aufgrund von Grundsätzen, die Gemeindemitgliedern verbieten, das Management von David Miscavige, 53, dem Anführer der Kirche, in Frage zu stellen. So darf man auch die "Sea Org", einen geistlichen Orden der Religion mit den hingebungsvollsten Mitgliedern, oder den Zwang der Kirche, Kontakt mit Familienmitgliedern abzubrechen, die Scientology verlassen, nicht anzweifeln.

Der Informant teilte der Zeitung mit: "Es begann alles, als Leah anfing die Gültigkeit eines Bannes von Leuten in Frage zu stellen. Sie distanziert sich von einem Regime, das sie für korrupt hält. Ihrer Meinung nach, sollte keine Religion eine Familie auseinander reißen oder jemandem im Namen der Kirche missbrauchen."

Der ehemalige Scientologe Mike Rinder schrieb diese Woche in seinem Blog, dass die Schauspielerin auf der Hochzeit von Tom Cruise und Katie Holmes im Jahr 2006 ganz unschuldig gefragt habe, wo denn Miscaviges Frau Shelly stecke. Daraufhin wurde sie von einem Zentrumsleiter fertig gemacht. "Du hast nicht den verdammten Rang um nach Shelly zu fragen." Seit 2007 hat man Mrs. Miscavige nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Harter Tobak! Die Quelle behauptet weiterhin, dass Leah jahrelange Verhöre mitmachen musste und man ihre Gedanken umändern wollte. Sie sei sehr enttäuscht über die Handlungen der Kirche, der sie so treu war. Leute, mit denen sie seit 30 Jahren befreundet war, schrieben interne Reports über sie, was zu einer Ermittlung in ihrer Familie führte. Sie spendete der Kirche einst mehrere Millionen, wurde aber trotz dessen auf die schwarze Liste gesetzt.

Die Schauspielerin soll Bedenken haben, mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen, da sie gehört habe, Leute würden mit Methoden zum Schweigen gebracht.

Trotz allem geht es der New Yorkerin nicht um die Religion an sich, die sie kritisiert. "Das Problem ist Miscavige, der die Kirche in den Abgrund treibt und Menschen und Familien verletzt."

Scientology ist bekannt dafür, sich darum zu bemühen, Prominente von ihrer Sekte zu überzeugen. Die Organisation glaubt, sie hätten heutzutage den größten Einfluss auf Menschen.