Mos Def lässt sich für Guantánamo zwangsernähren

Der Rapper setzt sich gegen Menschenrechtsverletztungen ein

Das US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba ist berüchtigt für seinen menschenrechtsverletztenden Umgang mit den Insassen. Derzeit befinden sich laut "The Guardian" 120 Gefangene im Hungerstreik, 44 davon werden gegen ihren Willen qualvoll zwangsernährt - auch während des muslimischen Fastenmonat Ramadan, der gerade begonnen hat.

Der Rapper und Schauspieler Mos Def protestiert in einem Video der Menschenrechtsorganisation "Reprieve" nun dagegen. Yaasin Bey, wie der 39-Jährige eigentlich heißt, sitzt in einem orangenfarbenen Gefangenenanzug auf einem Behandlungsstuhl, seine Hände festgebunden.

Er lässt die umstrittene Standardprozedur der Zwangsernährung über sich ergehen, die an den Häftlingen zwei Mal täglich durchgeführt wird. Ein Schlauch wird ihm durch die Nase in die Speiseröhre geschoben - Mos Def windet sich vor Schmerzen und schreit "Stop it, please!". Hinterher spricht er unter Tränen über seine Schmerzen.

Das US-Verteidigungsminerstium dementiert, dass die Prozedur so abläuft. Außerdem wird im Fastenmonat darauf geachtet, den Insassen nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang Nahrung zuzuführen, heißt es laut einem Sprecher der Regierung.

Das Video gibt es hier. Achtung - nicht für zartbeseitete!