Johnny Depp will Schlachtfeld für Sioux-Indiander kaufen

Überraschende Hilfe aus Hollywood

Als Indianerhäuptling "Tonto" jagt Johnny Depp, 50, derzeit in dem Action-Streifen "Lone Ranger" über die Kinoleinwände dieser Welt. Doch auch im echten Leben hat Johnny ein großes Indianerherz, wenn es um die amerikanischen Ureinwohner geht. Kein Wunder - immerhin ist der Hollywood-Star selbst indianischer Abstammung. Grund genug, dem Stamm der Sioux-Indiander ein wenig unter die Arme zu greifen.

Der 50-jährige überlegt nämlich das "Wounded Knee", eine Ortschaft in der Pine Ridge Reservation im US-Bundesstaat South Dakota, zu kaufen. 

Der Grund: Für den Indianer-Stamm ist der Boden heilig, da er in seiner letzten großen Schlacht gegen die Armee am 29. Dezember 1890 hier über 400 Männer, Frauen und Kinder verlor. Der jetzige Eigentümer des Landes James Czywczynski, 74, will das historische Land nun allerdings verkaufen - und das für einen Wucherpreis. 

3,9 Millionen Dollar (ca. 3 Mio. Euro) verlangt er für die 16 Hektar große Parzelle! Geld, das die Soiux nicht haben, wie Garfield "Little Dog" Steele vom Stammesrat der "Aglaia Sioux" erklärt: 

"Das ganze Land hier ringsherum gehört uns, nur den kleinen Teil, der so viele Tränen unseres Volkes gesehen hat, besitzt ein Stammesfremder! Der Wert des Bodens selbst liegt bei gerade einmal 7000 Dollar."

Doch der Besitzer weiß, welchen "sentimentalen Wert" das Gelände für den Indianer-Stamm hat und schreckt nicht davor zurück, daraus Kapital zu schlagen. Nun könnte Johnny Depp, selbst Urenkel eines Cherokee-Indianers, die Wogen glätten. "Diese Menschen sollten das Land besitzen, diese historische Stätte ist so wichtig für die Sioux. Ich will sie kaufen und ihnen zurückgeben."

Die Sioux wären nicht abgeneigt. "Wir wären sehr glücklich, wenn wir Mr Depps großzügige Geste annehmen könnten", sagt Steele.