Sarah Connor: Zoff um ihre Kinder

Wie lange hält sie das noch durch?

Die vergangenen Monate waren hart für Sarah Connor. Jetzt ist sie auf Tour und muss sich Sorgen machen. Ihre Kinder sind mit ihrem Ex Marc Terenzi in Florida - mit einer anderen Frau?

Das Mikrophon war mädchenhaft pink – die Show jedoch alles andere als unschuldig! Sarah Connor, 28, gab sich leicht bekleidet „Sexy as hell“. Passend zum Motto ihres neuen Albums und der Tour ließ sie sich von ihren Tänzern halb ausziehen, tanzte aufreizend und machte endlich wieder das, wofür sie berühmt geworden ist: singen! "Die Tournee gibt mir Kraft“, hatte sie im Vorfeld gesagt. Vielleicht, weil ihr die Konzerte und der Jubel der Fans dabei helfen, für einige Zeit ihren privaten Kummer zu vergessen. Denn auch wenn die Popdiva souverän wirkt, „weil ich Probleme immer erst mit mir selbst ausmache“, wie sie sagt – die vergangenen Monate haben Spuren auf ihrer Seele hinterlassen.

Und der Druck wird in den kommenden Wochen nicht abnehmen! Denn während sie ihre Konzerte absolviert, „sind meine Kinder bei Marc und seiner Familie in Florida“, erklärt sie. „Erst später kommen sie zu mir und reisen mit im Tourbus.“ Zwei Wochen verbringen Tyler, 5, und Summer, 2, mit Marc Terenzi, 30. Was Sarah auch niemals verhindern würde: „Mir ist es wichtig, dass meine Kinder Zeit mit ihrem Vater verbringen“, sagt sie. Aber fällt es ihr auch leicht, ihre Kinder, die sie als „das Schönste, was mir im Leben passiert ist“, bezeichnet, einer Ersatzmami zu überlassen? Vor allem, wenn es sich bei der um Gina-Lisa Lohfink, 22, handelt, deren Lieblingssatz „Zack, die Bohne“ ist.

Offiziell gibt Marc Terenzi eine Beziehung mit der Ex-Topmodel-Kandidatin nicht zu. „Wir verbringen viel Zeit miteinander“, sagt er lediglich. Und dass es „noch lange dauern wird, bis ich mich wieder richtig verliebe“. Umso erstaunlicher, dass er ausgerechnet jetzt mit Gina-Lisa nach Florida reiste. Dorthin, wo er die nächsten Wochen mit seinen Kindern verbringen will. Gut möglich, dass sie auch dabei ist, wenn Marc mit den beiden Disney World besucht. Um fernab der Heimat zu erfühlen, ob Gina-Lisa und die Kids harmonieren…

Ihre Kinder eines Tages bei einer Frau zu wissen, die ihren Platz eingenommen hat, ist ein schwerer Schlag für Sarah Connor. Keiner Mutter fällt es leicht, ihre Kinder loszulassen. Und wer die Sängerin in den vergangenen Tagen und Wochen jenseits der Bühne erlebt hat, spürte deutlich den Druck, der auf ihren Schultern lastet und die Traurigkeit, die Schatten auf ihr Gesicht wirft. Gründe für den emotionalen Stress gibt es neben der Sorge um ihre Kinder reichlich: erst die Trennung von Ehemann Marc Terenzi im November, über die sie erst jetzt vorsichtig sprechen kann. Darüber, wie schwer diese Zeit war, „obwohl man mir das nicht angesehen hat“. Versteckt zwischen den Zeilen lässt sie aber auch durchblicken, dass ihre Beziehung schon vor der Trennung krisengeschüttelt gewesen sein muss: „Ich habe irgendwann eingesehen, dass ich Menschen nicht ändern kann, aber meine Einstellung zu den Dingen.“ Weise Worte, die unverhohlen zeigen, dass sie resigniert hatte.

Irgendwann hat sie offenbar aufgehört, um ihre Ehe zu kämpfen. Weil es müde und kraftlos macht, immer die Hosen an zu haben und die Verantwortung allein zu tragen, weil der Mann im Europa-Park Rust seinen Spieltrieb auslebt. Das macht niemand auf Dauer mit. Denn auch eine Powerfrau wie Sarah Connor braucht eine starke Schulter zum Anlehnen und einen Partner an ihrer Seite, auf den sie sich verlassen kann. Dass Marc heute öffentlich bekundet, dass Sarah die wichtigste Frau in seinem Leben ist, kommt zu spät.

Vor diesem Hintergrund kann man Sarah Connor kaum verübeln, dass sie mit einem Flirt versucht hat, die Leichtigkeit des Lebens neu zu entdecken und sich als begehrenswerte Frau wiederzufinden. Nur leider war Werder-Bremen-Fußballer Diego Ribas da Cunha, 24, dafür die denkbar schlechteste Wahl: Zwar wirkte Sarah beim romantischen Candle-Light-Dinner mit ihm heiter und gelöst wie lange nicht. Aber das Herz des Brasilianers gehörte schon da einer anderen, und er dachte gar nicht daran, sich von seiner Freundin Bruna, 23, zu trennen. Schlimmer noch: Als er jetzt auf die Affäre mit der Sängerin angesprochen wurde, sagte er nur lakonisch: „Irren ist menschlich!“

Beim Fußball gibt’s für Nachtreten die Rote Karte. Die kann Sarah zwar nicht verteilen, aber man kann ihr zumindest wünschen, dass sie diesen Mann, für den „Gentleman“ offenbar ein Fremdwort ist, schnell vergisst. Und dass ihre Familie und Freunde, „die für mich wichtig sind und die dafür sorgen, dass ich mich nicht allein fühle“, ihr jetzt den nötigen Halt geben. Zumal nicht nur in Liebesdingen alles schiefläuft, und sie sich die schmerzhafte Frage stellen muss, ob ihre Kinder Zeit mit Gina-Lisa verbringen. Zu allem Überfluss soll auch noch ihre Neufundländer-Hündin wieder ein Kaninchen gerissen haben.

Keine leichte Phase, durch die sich die Sängerin gerade kämpfen muss. Jetzt will sie sich auf ihre Musik konzentrieren und damit die vergangenen, emotional so anstrengenden Monate verarbeiten. Immer an ihrer Seite während der Tour: Ihr Manager Florian Fischer, 34. Wahrscheinlich der einzige Mann, dem sie zurzeit noch vertraut …

Kathrin Kellermann