Sarah Jessica Parker: Nimmt Shopaholic ihr den Ruhm?

Wenn Freunde zu Feinden werden

Mit "Shopaholic" läuft gerade eine "Sex and the City"-Kopie im Kino. Mit einem skurrilen Plan will Sarah Jessica Parker jetzt dagegen angehen...

Fällt ihre Maske? Sarah Jessica Parker gilt als liebreizend, humorvoll, bodenständig. Feengleich schwebt die Stil­ikone über die roten Teppiche dieser Welt. Verlor selbst bei den Trennungsgerüchten um ihre Ehe mit Matthew Broderick, 46, nie die Contenance. Doch wenn es um ihre Karriere geht, dann zeigt Sarah Jessica Zähne. Denn zum ersten Mal bekommt der Kinohit „Sex and the City“ („SatC“), dessen Fortsetzung die Schauspielerin ebenfalls produziert (Start: 2010), ernsthafte Konkurrenz: „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“ verspricht ein weltweiter Erfolg zu werden.

Noch schlimmer: Die Story um Hauptdarstellerin Isla Fisher, 33, erinnert stark an Carrie Bradshaw alias Sarah Jessica. Deshalb fährt die „SatC“-Produzentin für Teil 2 jetzt härtere Geschütze auf. Sie kommandiert ihre Co-Stars und will die volle Kon­trolle über das Projekt behalten.

„Versucht, lieb zu sein“, mahnte sie ihre Filmcrew noch Anfang Februar. Doch jetzt das: Für die Dreharbeiten des zweiten „SatC“-Teils verfasste Sarah Jessica Vertragsklauseln, die vor allem bei ihren Kollegen gar nicht gut ankommen. Nur eines der skurrilen Gebote: Mit Kim Cattrall, 52, spreche sie nur noch über ihre Agentin.

Zu sagen haben sich die Schauspielerinnen ohnehin nicht mehr viel, nachdem Sarah Jessica von Kim kürzlich als „Miststück“ beschimpft wurde. Mit ihren Forderungen vergrault Sarah Jessica allerdings nicht nur sie. „Am Set wird nicht geraucht“, maßregelte sie Star-Designerin Patricia Field, die für die Kostüme des Films verantwortlich ist. Die 67-Jährige hat schon lange die Nase voll und sich bereits ein zweites Standbein aufgebaut: Ausgerechnet für Sarah Jessicas Konkurrentin Isla Fisher hat sie die „Shopaholic“-Outfits zusammengestellt – Ähnlichkeiten nicht ausgeschlossen…

Sogar über das Privatleben ihrer Kolleginnen will Mrs. Parker bestimmen. „Keine Schönheitsoperationen“, lautet ihr nächster ­Befehl. Sie mag es natürlich. Aber wie lange noch? „Es ist eine Krux. Man fühlt sich von Kolleginnen bedroht, die immer jünger werden“, sagte die 43-Jährige kürzlich übers Älter­werden. Und nun sägt ausgerechnet eine Newcomerin am Thron der ­Stilikone. „Isla ist lebendig, sexy – und jünger“, ­stichelte auch Patricia Field.

Liegt womöglich ein Fluch auf dem ­Kultfilm? Sarah Jessica scheint „SatC“ zumindest kein Glück zu bringen. Während des ersten Drehs soll ihr Mann Matthew sie nach elf Jahren Ehe wochenlang mit einer 25-Jährigen betrogen haben. Das nagt natürlich am Ego der Schauspielerin. Eine Scheidung käme für sie ohnehin nie infrage. Weniger aus Überzeugung, sondern vielmehr aus ­finanziellen Gründen: Ihr Vermögen von geschätzten 122 Millionen Dollar müsste sie schlimmstenfalls zur Hälfte an Matthew abtreten. Das tut weh.

Umso wichtiger ist es Sarah Jessica, dass der zweite Teil des „SatC“-Kinofilms ein ähnlich großer finanzieller Erfolg wird wie sein Vorgänger. Nur leider kämpft sie dafür nicht mit den richtigen Mitteln.

Meike Rhoden