Perez Hilton: Er lehrt Hollywood das Fürchten!

Den Promi-Blogger fürchten alle

Wer den Promi-Blogger Perez Hilton zum Feind hat, ist erledigt. Einige Stars gehen deshalb lieber auf Kuschelkurs...

Klatschen heißt anderer Leute Sünden beichten – das schrieb einst ­Wilhelm Busch. Und Mario Lavandeira ist ein wahrer Meister im Beichten: Der Sohn kubanischer Einwanderer hat sich mit seinem Internet-­Tagebuch in acht Jahren zu Hollywoods meist­gefürchtetem Lästermaul hochgearbeitet.

Unter seinem Pseudonym „Perez Hilton“ startet der 30-Jährige täglich neue Klatsch­attacken. Gegen Sienna Miller, die er wegen ihrer Affäre mit dem verheirateten Schauspieler Balthazar Getty beschimpft. Mel Gibson brandmarkt er hingegen als „Judenhasser“, Suri Cruise als „Alien-Kind“. Ein Job, der sich für den ehemaligen Türsteher lohnt: Über 100 Millionen (meist weibliche) User klicken monatlich auf www.perezhilton.com, 635 000 Euro wirft die Seite im Jahr ab. 7 000 Euro kostet es, um hier eine Woche lang Werbung zu schalten.

Ein Millionär könnte sicherlich feudaler­ wohnen als in einer 50-Quadratmeter-Wohnung auf dem Sunset Boulevard. Doch wozu? „Ich gehe sowieso nur zum Schlafen hin“, sagt Perez und erklärt: „Mehr als fünf Stunden brauche ich nicht.“ Schon im Morgengrauen macht sich Hilton auf die Jagd. „Ich schufte hart“, gibt er zu. Sein Arbeitsplatz ist das „Caffé Marco“ in West Hollywood. Hier verfasst er die Geschichten und Kommentare, die Karrieren begünstigen oder beenden können, indem er – ganz nach Lust und Laune – Genitalien, Pfeile oder Herzchen auf Paparazzi-Bilder kritzelt.

Glück hat, wer von Perez geliebt wird. ­Paris Hilton, 28 (die ihn zu seinem Künstlernamen ins­pirierte), wird nur noch mit Samthandschuhen angefasst, seitdem sie ihn als Gast in ihre MTV-Show eingeladen hat. Auch andere Stars haben Perez’ Gier nach Publicity durchschaut – und machen sie sich zunutze, um von Gemeinheiten verschont zu bleiben: Britney Spears, 27, wird Perez mittels Videoclip ab März zu einem Teil ihrer Bühnenshow machen. Und das, nachdem er sie monatelang beschimpft hatte! Victoria Beckham, 34, war noch schlauer: Die Stil-Ikone brachte sich mit einer Audienz bei der selbst­ernannten „Queen of all Media“ sofort nach ihrem Umzug von England nach Holly­wood aus der Schusslinie. Nach dem Treffen spottete sie: „Der war ja nervös. Wie süß!“

Maren Gäbel