James McAvoy - 'Die Reeperbahn ist ziemlich schäbig'

Der Schauspieler ist gar kein Fan von der Hamburger Party-Meile

Na, das wird den Hamburgern aber gar nicht gefallen. Denn während die Reeperbahn für viele Touristen eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist und regelmäßig mit seinen verruchten Shows und Sex-Shops Zuschauer anlockt, findet Schauspieler James McAvoy, 34, die Meile einfach nur schäbig.

Jedes Wochenende pilgern Menschen nach Hamburg, um ordentlich die Sau rauszulassen. Und wo könnte man das besser als auf der Reeperbahn, denn dort stehen Verlockungen an jeder beleuchteten Ecke und warten nur darauf, entdeckt zu werden.

Doch der "X-Men"-Darsteller ist da wohl ganz anderer Meinung. "Ich war zum Arbeiten da, ich fand es ziemlich schäbig. Als würde man im Bett eines anderen schlafen und sich fragen, ob er darin mit jemand Sex hatte", verrät er gegenüber "FAZ".

Na gut, eine Augenweide ist die berühmt-berüchtigte Straße bestimmt nicht, aber das darf man wohl auch nicht erwarten.

McAvoy drehte dort für seinen neuen Film "Drecksau". Darin spielt er den korrupten Polizisten "Bruce Robertson", der weder vor Missbrauch noch vor Drogen haltmacht.

Trotzdem empfindet er nicht nur Abscheu für seine Rolle. "Ich kann ihn nicht leiden, aber ich habe Mitgefühl für ihn. Sein ganzes Leben lang ist er von dieser Riesenangst verfolgt, dass er wertlos ist. Und schließlich tut er alles, um sicherzugehen, dass es nicht stimmt. Dafür missbraucht er andere - und ist doch selbst ein Opfer von Missbrauch", fügt er hinzu.

Der Film basiert auf der Romanvorlage "Trainspotting" von Autor Irvine Welsh und läuft ab dem 17. Oktober in den deutschen Kinos.