Pamela Anderson kann jetzt einpacken

Party, Pillen und andere Pleiten

Zu wenig Stoff und Scham, zu viel Party und Pillen: Droht Ex-Baywatch-Nixe Pamela Anderson jetzt ein Absturz wie einst Anna Nicole Smith?

Ein Busen macht Karriere. „Und ich trotte einfach nur mit“, sagt Pamela Anderson. Anfang März ist sie ihrer Oberweite nach London gefolgt. Dort standen die Doppel-Ds im Rampenlicht der Fashion Week: Die britische Designerin ­Vivienne Westwood hatte ihnen ein Kleid mit ­extratiefem Ausschnitt geschneidert. Auf dem Laufsteg gab es dann kein Halten mehr. Doch für einen Skandal sorgt Pamelas freigelegte Silikonbrust längst nicht mehr. Zu oft hat sich die 41-Jährige schon entblößt.

Fast monatlich versorgt uns Pamela mit neuen Oben-ohne-­Fotos. Es wirkt wie der verzweifelte Versuch ­einer alternden Sex- Ikone, an erfolg­reichen Zeiten festzuhalten. Die liegen aber schon über zehn Jahre zurück – und das sieht man ihrem Körper auch an. 111 Mal präsentierte sie in der TV-Serie „Baywatch“ ihre Strandfigur. Zwölf Mal zierte sie das „Playboy“-Cover. Und die „FHM“ wählte Pamela zur „Sexiest Woman Of The World“.

Heute ruft kein Männermagazin mehr an. Ihre Auftritte wirken nicht mehr verrucht, sondern beschämend. Pamela merkt offensichtlich nicht, dass sich die Zeiten geändert haben, dass sie sich immer mehr zur Witzfigur macht. Ihr Verhalten erinnert an das eines ­anderen Busenwunders – Anna Nicole Smith. Das freizügige Model starb im Februar 2007 an den Folgen ihres Medikamentenmissbrauchs.

Auch Pamela soll (seit ihrer letzten Brustvergrößerung vor vier Jahren) süchtig nach Schmerzmitteln und Antidepressiva sein. Doch dies ist nicht die einzige Gemeinsamkeit: Beide Playmates kommen aus der Provinz, wurden dank künstlicher XL-Oberweite weltberühmt, heirateten die falschen Männer, hatten eigene Realityshow im US-Fernsehen. Und sie versuchten sich beide erfolglos auf der großen Leinwand – wofür die zwei je eine „Goldene Himbeere“, den Anti-Oscar, kassierten.

Anna Nicole bekam den Schmähpreis für ihren Part in „Die nackte ­Kanone 33 1/3“ (1994), Pamela für die Hauptrolle in „Barb Wire – Flucht in die Freiheit“ “ (1996). Beiden Frauen ­wurde ihr Image zum Verhäng­nis. „Ich möchte ernst genommen werden“, klagt PeTA-Aktivistin Pamela. Doch dabei steht sie sich selbst im Weg.

Maren Gäbel