Patrick Swayze ist noch nicht am Ende

Tapferer Kampf gegen den Krebs

Der Kampf gegen den Krebs kostet Patrick Swayze viel Energie, doch er will nicht aufgeben. "Ich bin noch nicht am Ende", verkündet der Schauspieler. Er hat seine Haare verloren, aber nicht seinen Lebensmut.

Mit extra Käse. So bestellte er seinen Burger. „Das verträgst du nicht!“, warnte seine Frau, Lisa Niemi. Nicht umsonst kocht die 52-Jährige seit Monaten Schonkost. Doch diesmal wollte sich der krebskranke Patrick Swayze nicht mit seinem bekömmlichen Lunch­paket zufriedengeben. Auf dem Weg zur Klinik bestand er auf einem Zwischenstopp bei der Imbisskette „Jack in the Box“ – wohl wissend, dass Fast Food Gift für seinen von der Chemo­therapie geschwächten Körper ist. Lisa hatte recht. Das Essen konnte der Todkranke nicht bei sich behalten. „Geschmeckt hat’s aber!“ war sein trotziger Kommentar.

Es sind Anekdoten wie diese, die den „Dirty­ Dancing“-Star zu einem echten Hollywood-Hel­den machen. „Patrick weiß, dass jeder Tag sein letzter sein könnte“, verrät ein Freund, „er kostet jetzt jede Minute aus.“ Der 56-Jährige lässt sich nichts verbieten: Auch während seiner Behandlung greift er zur Zigarette. Und schlägt die Anweisungen seiner Ärzte, er solle kürzertreten, in den Wind. „Ich habe angefangen, eine Autobiografie zu schreiben“, so der Schauspieler. Mit einem neuen Haustier hat er sich weitere Arbeit aufgehalst. „Ich habe einen zwölf Wochen alten Welpen gekauft. Wir haben ihn Kumai getauft.“

Bestürzend sind allerdings die neuen Fotos, die Patrick hohlwangig, kahlköpfig und kraftlos zeigen. „Alle reden von meinem Ende“, bedauert er. „Dabei spreche ich auf die Therapie sehr gut an.“ Er ist ein Kämpfer – und stolz darauf. Aufgeben kommt für ihn nicht infrage. „Ich will der Welt zeigen, was Willensstärke bewirken kann“, beharrt er. „Ich habe nicht vor, so schnell zu verschwinden!“

Maren Gäbel