Anklage gegen Uli Hoeneß - Im März muss er vor Gericht

Er muss sich wegen Steuerhinterziehung rechtfertigen

Jetzt also doch. Es wird ernst für Uli Hoeneß, 61. Denn die Wirtschaftsstrafkammer des Oberlandesgerichts München II hat Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen ihn zugelassen. Bereits im Frühjahr 2014 beginnt der Prozess.

Es war bisher sicher kein leichtes Jahr für den Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden des FC Bayern München. Erst im Januar hatte er sich selbst angezeigt. Da die Anzeige aber unvollständig war, reichte er eine Zweite ein. Zu dem Zeitpunkt hatte die Staatsanwaltschaft allerdings schon ermittelt.

In der Selbstanzeige gab der Ex-Profifußballer zu, Kapitalerträge auf einem Depotkonto bei einer Bank in Zürich nicht versteuert zu haben. Es wird gemutmaßt, dass es sich um die Summe von 3,2 Millionen Euro handeln soll, eine höhere Summe sei aber nicht ausgeschlossen, berichtet "Die Welt".

"Damit konnte man rechnen. Ich bin sehr überrascht, dass unsere Selbstanzeige vom 17. Januar von den Behörden nicht für wirksam erklärt worden ist. Ich werde mit den Anwälten zusammen in den nächsten vier Monaten sehr hart daran arbeiten, dass unsere Argumente das Gericht überzeugen", erklärt er gegenüber "Bild".

Über Rückhalt seitens seines Vereins kann er sich dennoch freuen. Denn so soll er "das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG trotz der nun erfolgten Eröffnung des Hauptverfahrens weiter ausüben", heißt es in einer offiziellen Presseerklärung des Aufsichtsrats. Außerdem würde ihm kein Amtsverzicht nahe gelegt.

Viel Zeit bleibt ihm und seinen Anwälten nicht mehr, sich auf den Prozess, der zunächst für vier Tage angesetzt sein soll, vorzubereiten. Denn bereits am 10. März 2014 soll der erste Gerichtstag stattfinden.