Cobra 11 - Mit der Lizenz zum Knutschen

Das Team von Cobra 11 im Interview

High Heels im Kommissariat? Gibt’s jetzt bei „Alarm für Cobra 11“. Denn ab sofort verstärkt Katja Woywood, 37, als neue Chefin das Team der Actionserie. Sexy, aber knallhart! Daran müssen sich Erdogan Atalay, 42, und sein

Dass eine neue Frau im Team auf dem Bildschirm für Spannungen sorgt, ist klar. Wir wollten wissen, wie’s nach Drehschluss aussieht. OK! traf die Schauspieler im „Café Einstein“ in Berlin zu einem privaten Gespräch, in dem es um ganz andere Action ging …

Tom, in der Serie graben Sie auf einer Party unwissentlich Ihre neue Chefin mit einem Spruch an. Kommt Ihnen privat so etwas auch über die Lippen?
Tom Beck: Anmachsprüche sind doch total out. Aber man kann doch zu einer Frau ruhig mal sagen: „Hast du nicht Lust, mich auf einen Prosecco einzuladen?“ (lacht)

Hat das bei Ihrer Freundin funktioniert?
Tom:
Das musste es nicht. Sie war die Chefin der Tanztruppe eines Musicals, in dem ich mitgewirkt habe. Ich habe private Tanzstunden bekommen, weil ich proben wollte. Nicht, weil ich verknallt war! Das kam erst später.

Sind Sie kein Typ für Liebe auf den ersten Blick?
Tom: (grinst) Ich habe mich schon oft auf den ersten Blick verliebt, weil die Frau toll aussah. Dann hat sie den Mund aufgemacht, und ich war schnell wieder entliebt!
Erdogan Atalay: Als ich meine Frau (Astrid Ann Marie Pollmann, Anm. der Red.) zum ersten Mal sah, wusste ich sofort: Das ist meine! Unser Dia­log begann mit: „Ich geh schon mal zum Essen und warte auf dich …“

Das müssen Sie näher erklären…
Erdogan: Meine Ex-Freundin hat vermittelt, ging im Restaurant zu Ann und sagte ihr, dass ich sie zum Essen einladen will. Ann hat sich zu uns an die Bar gesetzt – aber mich ignoriert. Da war ich vielleicht pikiert! (lacht) Also habe ich den Spruch gebracht. Letztlich hatte sie keine Wahl. Wenn man verliebt ist, kann man dem nur nachgeben.

Katja, Sie sind seit zehn Jahren mit Marco Girnth verheiratet. War das Liebe auf den ersten Blick?
Katja Woywood: Es war der anderthalbte! Ich kam aus einer langen Beziehung und wollte nicht, er steckte noch in einer Beziehung und konnte nicht. Das zog sich munter drei Monate hin, aber danach wusste ich: Der ist es!

Wie schafft man es eigentlich, eine Beziehung über so lange Jahre lebendig zu halten?
Erdogan: Indem man begreift, dass der Mensch, mit dem man zusammen ist, nicht in der Schuld steht, einen glücklich zu machen – das kann man nur selbst. Und indem man sich daran erinnert, warum man sich verliebt hat, und nicht versucht, den anderen zu ändern.
Katja: Da gibt es kein Patentrezept. Ich habe das Glück, dass Marco mein Traummann und mein bester Freund ist. Nach zehn Jahren hat man vielleicht nicht mehr die Schmetterlinge im Bauch wie nach vier Wochen, die Verliebtheit tauscht man dafür gegen Liebe und gemeinsame Erfahrungen aus. Außerdem wächst das Vertrauen, und das ist für mich wichtig.

Tom, ist das manchmal anstrengend, so glücklich verheiratete Menschen im Team zu haben?
Tom: Es ist schlimm, wenn sie von ihren Kindern schwärmen: „Oh, mein Kleiner hat gestern das Seepferdchen gemacht“ oder „Wir haben ein Piratenboot gebaut“. (lacht) Ich wäre genauso, wenn ich Kinder hätte. Aber ich brauche meinen Freiraum. Selbst wenn meine Freundin hier und nicht in Kanada wäre, bin ich nicht der Typ, der jeden Tag mit ihr zusammenhockt.

In der Serie ist Katja ziemlich tough. Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie Angst vor starken Frauen?  
Erdogan: Meine Frau ist auch tough. Ich kann mit Mäuschen nichts anfangen. Ich will jemanden an meiner Seite, der eigenständig ist und notfalls auch stark genug, eine Familie durchzubringen. Ich hätte keine Lust auf jemanden, den ich mitziehen muss.
Katja: Ich lasse mir nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen, aber so zielstrebig und hart wie in der Serie bin ich privat nicht! Das ist schon eine Herausforderung, so eine Rolle zu übernehmen, aber gleichzeitig am Telefon zu versuchen, das Läuseproblem im Kindergarten deines Sohnes zu klären. (lacht)

Tom, Ihre Rolle ist ja eher sexy angelegt …
Katja: Ich finde ja auch, er müsste öfter sein Shirt ausziehen! (Gelächter)
Tom: (windet sich) Mann, das hab ich einmal gemacht. Und es stand im Drehbuch!
Erdogan: Es ist doch okay, wenn andere sagen, du bist ein Sexsymbol. (lacht)
Tom: Das gehörte zur Rolle!
Katja: Wir sollten in der Serie ein Techtelmechtel haben … Mein Mann jedenfalls war entspannter, als dieser Plan gestrichen wurde. (lacht)

Aber Sie müssen doch auch damit leben, wenn er Liebesszenen dreht. Ist das schwer?
Katja: Na ja, Fremdknutschen ist eben auch Teil des Jobs! (lacht) Mein Mann hat mal einen Film mit zwölf Bettszenen gedreht und alle mussten nachgedreht werden. Da kann man sich natürlich Schöneres vorstellen …
Erdogan: Die einzige fremde Frau, die ich ungestraft küssen darf, ist meine Filmpartnerin.

Katja, ist das nicht toll fürs Ego, mit solchen Jungs zusammenzuarbeiten?
Katja: (grinst) Wenn es bei einer so tollen Zusammenarbeit noch den Nebeneffekt gibt, dass über Komplimente das Selbstbewusstsein gestärkt wird, ist das wirklich klasse! Vor allem nach dem Mami-Dasein, wenn man für viele als Person gar nicht mehr existent ist. Aber Komplimente machen zufrieden, und das ist auch gut für die eigene Beziehung.

Kathrin Kellermann