Rihanna: Eine Seele im Chaos

Alles vergessen?

Rihanna weiß wohl selbst nicht mehr so genau, was sie will: Liebe, Rache, eine Entschuldigung oder ein Jetset-Leben, mit dem sie die Erinnerungen verdrängen kann. Seit Rihanna, 21, im Februar von ihrem ­damaligen Freund Chris Brown, 19, kra

Erst verzieh sie ihm. Dann demonstrierte sie mit ihren neuen Revolver-­Tattoos ihre vermeintliche Stärke und dass sie sich ­wehren kann. Letztendlich gab sie dem Druck prominenter Frauen nach, die sie warnten: „Er wird es wieder tun!“, und ging auf Abstand zu Brown.

Talkshow-Queen Oprah Winfrey, 55, war eine der Frauen,­ die Rihanna ins Gewissen redeten, Brown endgültig den Laufpass zu geben. Doch auch Oprah kann den Lock­rufen einer immens hohen TV-Quote nicht widerstehen: Seit die R-’n’-B-Prinzessin verlangt hat, dass sich Brown in Winfreys Show bei ihr für die Schläge entschuldigt, hält sich die Talkmasterin mit weiteren Anti-Brown-Kommentaren zurück …­

Doch eine Entschuldigung oder gar eine Verurteilung vor Gericht wird Rihannas seelische Wunden kaum heilen können. Dennoch sei sie nun „als Opfer kooperativ“, wie die Staatsanwaltschaft von Los Angeles jetzt bekannt gab. Bisher wollte die 21-Jährige die Aussage gegen Brown verweigern. Eine Situation, die Rihanna offensichtlich überfordert: Nachdem sie in Hollywood nach einem neuen Haus gesucht hatte, jettete sie jetzt nach Hawaii. Weit weg von Chris Brown. Und all den Erinnerungen, die sie quälen.

Kathrin Kellermann