Raúl Richter - So wohnt der GZSZ-Star

Homestory

Raúl Richter - So wohnt der GZSZ-Star. OK! besuchte den Schauspieler in seiner Berliner Wohnung - und fand Erstaunliches über Junggesellenbuden heraus...

Es riecht nach Zahnarzt. „Nebenan ist eine Praxis“, erklärt Raúl Richter, als er OK! in seiner Berliner Wohnung willkommen heißt. Aus seinem Laptop tönt lautstark Lady Gaga mit „Just Dance“. „Praktisch“ findet der „GZSZ“-Darsteller seine aus Geschäftsräumen bestehende Nachbarschaft. „Denn hier ist nachts niemand, der sich über zu viel Lärm beschwert.“ Mit seinem letzten Vermieter hatte es deswegen Ärger gegeben. Aber die nervigen Beschwerden waren nicht der einzige Grund, warum es Raúl vom Ku’damm wegzog: „Die Belagerung durch Fans wurde unerträglich“, seufzt er und erzählt von ­Menschentrauben, die ihn auf dem Weg zum Supermarkt verfolgten.

Innerhalb eines Jahres hat sich der 22-Jährige in Deutschlands erfolgreichster Soap zum Publikumsliebling emporgespielt. Über vier Millionen Menschen schalten täglich ein, wenn Raúl in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (RTL) Dominik Gundlach verkörpert. Eine Rolle, die ihn zunehmend stört – als „Weichei“ und „zu pubertär“ bezeichnet er sein Alter Ego. Wenn Raúl sein eigener Drehbuchschreiber wäre, würde er Dominik zum Fiesling mutieren lassen. Nicht, weil das seinem wahren Charakter näher käme, im Gegenteil! Höflich bietet er Kaffee, Wasser, Eistee an. Und bittet darum, die vom Berliner Regenwetter gezeichneten Schuhe auszuziehen – damit seine Putzfrau (die zweimal monatlich kommt) nicht zu viel Arbeit hat. „Den täglichen Dreck räumt meine Freundin weg“, gesteht Raúl. Denn: „Sie stört das Chaos mehr als mich.“ Seit drei Monaten ist der Schauspieler wieder liiert. Aus seiner Freundin Linda macht er kein Geheim­nis. Wohl in der Hoffnung, es möge jene liebestollen Frauen abschrecken, die ihn über seine Internetseite mit Heiratsanträgen bombardieren.

Ob Zusammenziehen ein Thema ist, ­wollen wir wissen. „Auf gar keinen Fall!“, ruft Raúl entrüstet. „Ich brauche meinen Freiraum.“ Deswe­gen hat er auch nie in einer WG gewohnt. „Ich will mir nicht vorschreiben lassen, wann ich aufräumen soll. Ich habe meinen eigenen Kopf.“ Auch in Sachen Einrichtung: Sein liebstes Möbelstück in den 60 Quadratmetern ist Raúls Bett, das noch etwas schmucklos im Raum steht – kein Wunder, ist er doch erst vor drei Monaten eingezogen. Raúl denkt noch über die Deko nach, könnte sich an der bloßen Wand eine „ästhetische Aktaufahme in Schwarz-Weiß“ vorstellen. Ansonsten sind Bilder tabu. „Die gehören ins Album und nicht an die Wand“, findet Raúl. Deswegen wurde das lieb gemeinte Geschenk seiner Freundin – ein Foto im silbernen Herzchenrahmen – auch rigoros in den Nachtschrank verbannt.

An anderen Stellen hat sie sich aber schon einen Platz erobert: Im Badezimmer stapeln sich Kosmetika und Make-up, im Wandschrank stehen Pumps, in der Küche (die zum Wohnzimmer hin offen ist) lagert „Mädchenbier“. Und was hat Raúl im Kühlschrank? „Ofenkäse und Süßigkeiten“, antwortet er – und gibt freimütig zu, dass das arrangierte Obst „mehr der Optik dient“.

Gern würde er sich mal in der VOX-Show „Das perfekte Promi Dinner“ beweisen. Leider hat sein straffer Drehplan das bislang nicht zugelassen. Raúl rechnet sich Chancen aus, auch wenn seine Kochkünste nicht für etwas wie „Lachsschaum an Trüffelsorbet“ reichen. „Ich punkte als netter Gesprächspartner und freundlicher Gastgeber“, sagt er schmunzelnd. Wie recht er hat!

Maren Gäbel