Helmut Dietl spricht über seine Erkrankung an Lungenkrebs

Der deutsche Regisseur hat nur eine zehnprozentige Chance auf Heilung

Kult-Regisseur Helmut Dietl, 69, spricht zum ersten Mal über seine plötzliche Erkrankung an Lungenkrebs und seine geringen Heilungschancen.

"Wenn man bedenkt, wie viel ich geraucht habe, dann ist es geradezu ein Wunder, dass es so lange gut gegangen ist", sagt Helmut Dietl in einem Interview mit der „Zeit“.

Mit 69 Jahren stellten die Ärzte bei dem Filmemacher eine niederschmetternde Diagnose: Lungenkrebs mit einer nicht mal zehn-prozentigen Chance auf Heilung! Für Dietl und seine Familie natürlich ein Schock.

In seinem ersten und auch letzten Interview über die Krankheit zeigt sich der Macher des Films „Zettl“ skeptisch gegenüber einer möglichen Chemotherapie: "Man kann diesen Kampf führen - aber geht man gerne in einen Kampf mit einer zehnprozentigen Chance?" so Dietl.

Bereits 2007 zeigte sich der schlechte Gesundheitszustand des „Rossini“- Regisseurs, als er völlig unerwartet einen Schlaganfall erlitt. Trotz allem ließ sich Dietl nie davon abhalten, weiterhin in der Filmbranche zu arbeiten.

Ob er sein derzeitiges Projekt mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader zu Ende bringen wird, ist fraglich. Im Interview wies Helmut Dietel nämlich darauf hin, dass er in Zukunft ein zurückgezogenes Leben führen möchte.

"Ich möchte möglichst in Ruhe gelassen werden", sagte er gegenüber den Journalisten.

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