Shitstorm gegen ESC-Kandidatin Conchita Wurst

Ihre Teilnahme am ESC spaltet die Meinungen in Österreich

Nanu, so konservativ hätten wir unsere österreichischen Nachbarn aber nicht eingeschätzt. Vor drei Tagen teilte der öffentlich-rechtliche Sender ORF mit, die Travestiekünstlerin Conchita Wurst, 25, im Mai zum Grand Prix nach Kopenhagen zu schicken - auf direktem Wege ganz ohne Vorentscheid. Im Internet findet diese Entscheidung nicht nur Zustimmung. 

Auf Facebook hat sich nach Bekanntgabe der österreichischen Vertreterin eine Seite formiert, die gegen die Entsendung der Drag Queen mit Vollbart protestiert. Bis jetzt zählt sie bereits 39000 Fans. 

Das Pendant, das sich für Conchitas (bürgerlich: Thomas Neuwirth) Teilnahme ausspricht, hat gerade mal 1600 Fans. 

Selbst der deutsche Grand-Prix-Journalist Jan Feddersen urteilt auf der Eurovision-Seite des NDR: "Conchita Wurst klingt als Name wie ein Konzept, Mach aus Müll Sondermüll und benenne das Ding mit einem exotisch anmutenden Vornamen."

Inzwischen schlägt der Aufstand international Wellen: In Weißrussland wurde zum Boykott gegen den Wettbewerb aufgerufen. Auch wenn Conchita die Meinungen spaltet. Die Aufmerksamkeit der Medien ist ihr bereits sechs Monate vor dem ESC sicher. Wenn die Strategie des ORF da mal nicht aufgeht...